14. April 2008, 00:00
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Vertriebskanal Supermarkt: BVK reagiert

Der Bonner Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute e.V. (BVK) hat die Pläne der Dortmunder Assekuranz verurteilt, Versicherungsprodukte in Filialen der Lebensmittelkette Aldi anbieten zu wollen und Widerstand angekündigt. Aus Sicht der Verbandsvertreter verstößt das Vorhaben der Dortmunder gegen das Versicherungsvermittlerrecht. Die strengen Qualifikationsanforderungen an die Versicherungskaufleute und die Informationsrechte der Kunden würden missachtet.Ähnlich hatte sichbereits der Arbeitgeberverband der finanzdienstleistenden Wirtschaft (AfW), Berlin, geäußert. (cash-online berichtete hier).

?Die Gier nach Rendite kennt sowohl bei den Versicherern wie bei den Discountern keine Schmerzgrenze mehr. Für ihre Kundenjagd opfern die Signal Iduna und andere den millionenfach bewährten Vertrieb über ihre eigenen Versicherungsvertreter. Gleichzeitig verhöhnen sie die qualifizierten und beratungskompetenten Versicherungsvermittler. Uns reicht es jetzt!?, kommentiert BVK-Präsident Michael H. Heinz, dessen Verband eigenen Angaben zufolge rund 12.000 hauptberuflich und selbständig tätige Versicherungs- oder Bausparvermittler vertritt.

Der BVK werde ein Ranking aller Versicherungsunternehmen Deutschlands erstellen, in dem Kriterien wie Vertragstreue, Geschäftsgebaren gegenüber den Vermittlern sowie die Erfüllung rechtlicher Vorgaben, die sich aus dem Vermittlerrecht und dem novellierten Versicherungs-vertragsgesetz ergeben, für die Platzierung ausschlaggebend sein sollen. ?Diese Liste legen wir dann unseren Mitgliedern und den Vertretervereinigungen vor. Damit sie wissen, welchem Versicherer zu trauen ist. Denn der Versicherungsvertrieb gehört in die Hände gut ausgebildeter Versicherungskaufleute?, so Heinz weiter.

Wann mit der Veröffentlichung einer solchen Liste zu rechnen ist, konnte ein Verbandssprecher gegenüber cash-online allerdings noch nicht sagen. (af)

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