Anzeige
4. März 2010, 11:24
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Delta Lloyd Groep stellt Deutschland-Geschäft ein

Der niederländische Finanzkonzern Delta Lloyd hat bekanntgegeben, dass seine deutschen Lebensversicherer ihr Neugeschäft einstellen werden. Die vor dem Börsengang stehende Gruppe sehe Deutschland nicht mehr als Kernmarkt an, teilt das Unternehmen mit.

Stop-127x150 in Delta Lloyd Groep stellt Deutschland-Geschäft einDie offizielle Begründung gleicht einer Grundsatzkritik: Obwohl der deutsche Lebensversicherungsmarkt großes Potenzial biete, stelle seine Struktur ein Hindernis dar. Es trage hierzulande der Versicherer die Risiken niedriger Kapitalmarktrenditen, während von den Gewinnen fast ausschließlich die Versicherten profitieren, so Delta Lloyd. Aufgrund der aktuellen Marktsituation habe man sich entschieden, zu handeln.

Tatsächlich laufen die Geschäfte von Delta Lloyd hierzulande schon lange schleppend. Bereits im August 2009 hatte die britische Konzernmutter Aviva die Privatbank Metzler mit der Suche nach einem Käufer für das Deutschland-Geschäft beauftragt. In der aktuellen Mitteilung heißt es allerdings, ein Verkauf der Beteiligung sei derzeit nicht abzusehen.

Delta Lloyd Deutschland hat im Geschäftsjahr 2008 bei Prämieneinnahmen von 437 Millionen Euro einen Fehlbetrag von 202 Millionen Euro erwirtschaftet und ist mit einer laufenden Verzinsung von mageren 3,25 Prozent aktuell eines der Schlusslichter im Lebensversicherungsmarkt. Für 2010 werden weitere Verluste erwartet, 2011 soll der Negativtrend gestoppt sein, so die niederländische Konzernmutter.

Auf die bestehenden rund 580.000 Policen von etwa 300.000 Kunden der Töchter Delta Lloyd Lebensversicherung AG und Hamburger Lebensversicherung AG sowie der Delta Lloyd Pensionskasse AG soll die Einstellung des Neugeschäfts keine Auswirkungen haben. (hb)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

Naturkatastrophen: Swiss Re rechnet mit hohen Schäden

Naturkatastrophen haben bei Swiss Re auch zum Jahresende 2018 hohe Kosten verursacht. Im vierten Quartal schlugen die Brände in Kalifornien und Taifune in Japan am meisten zu Buche. 2018 wird für die Versicherungsindustrie ein teures Jahr.

mehr ...

Immobilien

Württembergische kauft Hotel im Mainzer Zollhafen

Die UBM Development Deutschland GmbH hat das Super 8 Hotel im Zollhafen Mainz, das auf dem Baufeld Hafenallee II errichtet wird, für rund 24 Millionen Euro an die Württembergische Lebensversicherung AG verkauft. Baustart für das 216 Zimmer-Haus war Anfang viertes Quartal 2017, die Fertigstellung ist für das erste Quartal 2020 geplant.

mehr ...

Investmentfonds

May verliert Brexit-Abstimmung im britischen Unterhaus

Beinahe schon erwartungsgemäß ist Premierministerin Theresa May im britischen Parlament mit ihrem gemeinsam mit der EU ausgehandelten Abkommen für einen geordneten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union gescheitert.

mehr ...

Berater

Neue Zuständigkeiten im Vorstand der Stuttgarter

Nachdem sich Dr. Wolfgang Fischer (62), stellvertretender Vorsitzender der Vorstände der Stuttgarter Versicherungsgruppe, zum Jahreswechsel in den Ruhestand verabschiedet hat, wurden bei der Stuttgarter die Aufgabenbereiche neu verteilt. Im Zuge der Neuorganisation übernahmen Frank Karsten und Dr. Guido Bader seine Tätigkeiten.

mehr ...

Sachwertanlagen

Erstmals auch Schuldverschreibungen im Angebot

Der neue Spezial-AIF “Vier Metropolen III”, den Project Investment für institutionelle Anleger aufgelegt hat, investiert wie seine beiden Vorgänger in Wohnimmobilienentwicklungen. Es gibt aber auch Neuerungen.

mehr ...

Recht

BGH: Kein Geld zurück bei Technik-Panne am Flughafen

Der Anschlussflug ist weg, der Ärger groß: Dennoch gibt es nicht bei jeder größeren Verspätung eine Ausgleichszahlung für Passagiere. Das macht der BGH in einem aktuellen Urteil deutlich.

mehr ...