Anzeige
Anzeige
28. Januar 2010, 18:35
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Studie: Assekuranz klagt über Kostenexplosion

Die Ausgaben für Vertrieb, Kundenberatung und administrative Prozesse sind nach Ansicht der Versicherer zu hoch. Grund dafür seien die Umsetzung der VVG-Novelle, der EU-Dienstleistungsrichtlinie und diverse Wachstumsinitiativen. Zudem gibt es bei der Umsetzung der neuen gesetzlichen Regelungen noch Nachholbedarf.

Explosion-127x150 in Studie: Assekuranz klagt über KostenexplosionDas ist das Ergebnis der Studie „Branchenkompass Versicherungen Spezialausgabe“ von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut. 100 Führungskräfte aus den größten Versicherungsunternehmen in Deutschland wurden befragt.

So klagt jeder zweite Entscheider über erheblichen Mehraufwand in der Kundenberatung und deutlich höhere Druck- und Portoausgaben; vor allem die Personenversicherer seien davon betroffen, so die Studie.

Die Unternehmen haben außerdem in zahlreiche Maßnahmen investiert, um beispielsweise den neuen strengeren Beratungspflichten gerecht zu werden: 84 Prozent haben sowohl die Innendienstkräfte als auch die Vertriebspartner geschult. Doch in jedem dritten Unternehmen beherrschen die Mitarbeiter trotz Schulungen nur teilweise die Prozesse.

Maßnahmen: Kosten runter – Prozesse automatisieren

Versicherer wollen der Studie zufolge den Kostenanstieg in Beratung und Vertrieb bremsen, allein schon deshalb, weil sie im Wettbewerb um die Neupositionierung von Produkten und Vertrieb mithalten wollen.

Dazu intensivieren 82 Prozent der Entscheider ihre Vertriebsunterstützung. Dabei spielen beispielsweise internetbasierte Verkaufssysteme für Versicherungsprodukte eine Rolle, die direkt an das Bestandssystem des Versicherers angebunden sind. 66 Prozent der Versicherer planen zudem Maßnahmen zur Entlastung der Vermittler von bürokratischen Arbeiten, wie etwa der Bearbeitung eines Kundenauftrags.

Daneben spielen Maßnahmen zur Automatisierung ebenfalls eine Rolle und wurden bereits eingeleitet. So haben mehr als drei Viertel der Entscheider Prozesse bereits ganz oder größtenteils standardisiert, um die Effizienz insbesondere bei Wachstumsstrategien zu steigern. Beispiele sind die Dokumentendigitalisierung (75 Prozent) und die Synergiehebung in einzelnen Servicebereichen (55 Prozent). (ks)

Foto: Shutterstock

Anzeige

1 Kommentar

  1. ich behauptre mal, viele Versicherer sparen Geld, weil Sie gar keine Bedingungen in Papierform mehr rausschicken.

    Kommentar von Steffen Benecke — 29. Januar 2010 @ 17:17

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Verdi will Warnstreiks

Vor der dritten Tarifrunde für die private Versicherungsbranche hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten auch in Niedersachsen und Bremen zu Warnstreiks aufgerufen. Damit will die Gewerkschaft am Dienstag den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

mehr ...

Immobilien

Risikomanagement bei Immobilienprojekten: Verband fordert einheitliche Standards

Der Bau-Monitoring-Verband (BMeV) fordert einheitliche nationale Standards beim Risikomanagement in der Projektfinanzierung. Dies könne einem deutlichen Anstieg der Kosten für Immobilienprojekte entgegen wirken.

mehr ...

Investmentfonds

Weitere Kürzung der Ölfördermengen spielt Putin in die Karten

Die Opec hat entschieden, ihre Kürzungen bei den Ölförderungen auszuweiten. David Donora, Leiter des Rohstoffbereiches bei Columbia Threadneedle Investments, sieht darin unter anderem einen Vorteil für das Nicht-Mitglied Russland.

mehr ...

Berater

Mehr Durchblick bei vermögensverwaltenden Fonds

Die MMD Multi Manager GmbH hat sich seit Jahren den Themen Transparenz und Vergleichbarkeit für Vermögensverwaltende (VV) Produkte verschrieben. Die MMD-Indexfamilie wird mit Hilfe des IT-Dienstleisters Cleversoft erweitert und vertieft.

mehr ...

Sachwertanlagen

Qatar und Saudi Arabien gehen bei Hapag-Lloyd an Bord

Die Reederei Hapag-Lloyd meldet den Vollzug der im Juli 2016 vereinbarten Fusion mit der arabischen Reederei UASC. Damit ändert sich auch die Aktionärsstruktur des Hamburger Traditionsunternehmens signifikant.

mehr ...

Recht

Kfz-Schadenregulierung: Vorsicht bei Verjährung

Wer Leistungen gegen einen Kfz-Haftpflichtversicherer geltend macht, sollte berücksichtigen, dass eine Verjährungsfrist von drei Jahren gilt. In einem aktuellen Urteil verlor ein Kläger vor dem Bundesgerichtshof, der sich mit der Verjährung verkalkuliert hatte.

mehr ...