Anzeige
Anzeige
17. November 2011, 10:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Zweite Säule für das Alter

Eine Betriebsrente lässt sich im Alltag meist nur noch durch Verzicht auf einen Teil des Barlohns ansparen. Diese Entgeltumwandlung wird staatlich begünstigt. Das lohnt für die meisten Arbeitnehmer.

S Ulen-127x150 in Zweite Säule für das AlterDie betriebliche Altersversorgung (bAV) macht selten Schlagzeilen. Doch das tut ihrer Solidität keinen Abbruch: Sie ist für viele Arbeitnehmer die einfachste Möglichkeit ist, mit geringem Aufwand und wenig finanziellen Mitteln für das Alter anzusparen und unterliegt auch nicht der Abgeltungssteuer. Allerdings geizen immer mehr Unternehmer mit einer Betriebsrente aus der Firmenkasse für „ihre“ Arbeitnehmer. Denen bleibt als Alternative nur, auf einen Teil des Lohns zu verzichten und stattdessen fürs Alter etwas zurückzulegen. Denn Fakt ist, die gesetzliche Rente allein wird im Ruhestand nicht reichen, um den Lebensabend adäquat zu gestalten.

Konsum- und Steuerverzicht

Diese sogenannte Entgeltumwandlung, die immer über die Firma organisiert wird, verlangt zwar zunächst ein finanzielles Opfer, weil netto weniger vom Gehalt für den aktuellen Konsum übrig bleibt. Doch der Staat fördert den Konsumverzicht und verzichtet seinerseits auf Steuern und Sozialabgaben für den Teil des Entgelts, der auf das Betriebsrentenkonto eingezahlt wird: Derzeit darf Entgelt bis zu vier Prozent des Bruttoeinkommens (bis zur Beitragsbemessungsgrenze West) pro Jahr steuer- und sozialabgabenfrei in Betriebsrente umgewandelt werden (nach Paragraf 3 Nr. 63 EStG).

Aktuell sind das bis zu 2.640 Euro pro Jahr (plus 1.800 Euro steuerfrei, aber SV-pflichtig), Tendenz steigend. Dennoch hat rund ein Drittel der Arbeitnehmer noch keine bAV – entweder, weil das Unternehmen kein Angebot bereit hält oder es an Informationen fehlt. Dabei hat jeder Arbeitnehmer bereits seit 2002 einen Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung.

Wird schon eine Form der Betriebsrente in der Firma angeboten, werden Neuankömmlinge dort untergebracht. Existiert noch gar kein Angebot, können Arbeitnehmer die Überweisung in eine Direktversicherung ihrer Wahl verlangen. Zumeist verpflichtet sich der Arbeitgeber, Beiträge an eine Direktversicherung, Pensionskasse oder einen Pensionsfonds zu zahlen und dem Arbeitnehmer die sich daraus ergebende Versorgungsleistung zu überweisen. Dabei ist garantiert, dass zum Rentenstart mindestens die Summe der eingezahlten Beiträge zur Verfügung steht.

Seite 2: Verzicht auf vermögenswirksame Leistungen zugunsten der bAV kann attraktiv sein

Weiter lesen: 1 2 3 4 5

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Verdi will Warnstreiks

Vor der dritten Tarifrunde für die private Versicherungsbranche hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten auch in Niedersachsen und Bremen zu Warnstreiks aufgerufen. Damit will die Gewerkschaft am Dienstag den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

mehr ...

Immobilien

Risikomanagement bei Immobilienprojekten: Verband fordert einheitliche Standards

Der Bau-Monitoring-Verband (BMeV) fordert einheitliche nationale Standards beim Risikomanagement in der Projektfinanzierung. Dies könne einem deutlichen Anstieg der Kosten für Immobilienprojekte entgegen wirken.

mehr ...

Investmentfonds

Weitere Kürzung der Ölfördermengen spielt Putin in die Karten

Die Opec hat entschieden, ihre Kürzungen bei den Ölförderungen auszuweiten. David Donora, Leiter des Rohstoffbereiches bei Columbia Threadneedle Investments, sieht darin unter anderem einen Vorteil für das Nicht-Mitglied Russland.

mehr ...

Berater

Mehr Durchblick bei vermögensverwaltenden Fonds

Die MMD Multi Manager GmbH hat sich seit Jahren den Themen Transparenz und Vergleichbarkeit für Vermögensverwaltende (VV) Produkte verschrieben. Die MMD-Indexfamilie wird mit Hilfe des IT-Dienstleisters Cleversoft erweitert und vertieft.

mehr ...

Sachwertanlagen

Qatar und Saudi Arabien gehen bei Hapag-Lloyd an Bord

Die Reederei Hapag-Lloyd meldet den Vollzug der im Juli 2016 vereinbarten Fusion mit der arabischen Reederei UASC. Damit ändert sich auch die Aktionärsstruktur des Hamburger Traditionsunternehmens signifikant.

mehr ...

Recht

Kfz-Schadenregulierung: Vorsicht bei Verjährung

Wer Leistungen gegen einen Kfz-Haftpflichtversicherer geltend macht, sollte berücksichtigen, dass eine Verjährungsfrist von drei Jahren gilt. In einem aktuellen Urteil verlor ein Kläger vor dem Bundesgerichtshof, der sich mit der Verjährung verkalkuliert hatte.

mehr ...