SDK baut Marktanteil im Pflegezusatzbereich aus

Die Süddeutsche Krankenversicherung (SDK) aus Fellbach hat ihren Überschuss im Geschäftsjahr 2010 um 26 Prozent auf 107,5 Millionen Euro gesteigert. Die Beitragseinnahmen kletterten um sechs Prozent auf 688,7 Millionen Euro und die Zahl der Versicherten um 3,1 Prozent auf 580.961 Personen.

Klaus Henkel, SDK
Klaus Henkel, SDK

Zugpferd der positiven Geschäftsentwicklung war die Pflegezusatzversicherung. In diesem Bereich konnte die SDK ihren Bestand laut eigenen Angaben in den letzten fünf Jahren vervierfachen. „Mit 4,6 Prozent Marktanteil gehören wir zu den erfolgreichsten Anbietern“, sagt Vorstandschef Klaus Henkel.

Dagegen musste die zum Verbund der Volks- und Raiffeisenbanken gehörende SDK in der Vollversicherung Abstriche hinnehmen. Die Zahl der Kunden fiel in diesem Bereich um 0,4 Prozent auf 168.876 Personen. Der leichte Rückgang im Jahr 2010 deutet nach den Worten von Henkel allerdings keinen dauerhaften Trend an. Schon seit November ziehe das Geschäft wieder spürbar an.

Für 2011 hat sich der Versicherer vorgenommen, seinen Bekanntheitsgrad zu steigern. Zu diesem Zweck sei unter anderem die Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Anni Friesinger als Werbeträgerin verpflichtet worden. Produkttechnisch will die SDK mit neuen Tarifen weiter auf die Pflegezusatzsparte setzen.

Die Schwestergesellschaft Süddeutsche Lebensversicherung verbuchte 2010 ein Beitragsplus um 9,4 Prozent auf 52,6 Millionen Euro. Die Versicherungssumme nahm um rund sieben Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zu. Der Überschuss bewegte sich mit 9,0 Millionen Euro auf Vorjahresniveau.

Der ebenfalls zum Gleichordnungskonzern gehörende Unfallversicherer Süddeutsche Allgemeine erwirtschaftete mit Beitragseinnahmen von 640.000 Euro einen Jahresüberschuss von rund 145.000 Euro. (hb)

Foto: SDK

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