PKV-Verband veröffentlicht neuen Tarifwechsel-Leitfaden

Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) hat neue Leitlinien für den unternehmensinternen Tarifwechsel veröffentlicht. Bis zur vollen Umsetzung des Leitfadens kann es allerdings noch bis 2016 dauern.

Der nun vorliegende Leitfaden erläutere und konkreti­siere nicht nur die geltende Rechtslage, meint PKV-Verbandschef Uwe Laue, sondern gehe auch deutlich über das gesetzliche Tarifwechselrecht hinaus.

Der Leitfaden sieht unter anderem vor, dass wechselwilligen Versicherten, „das gesamte Spekt­rum an möglichen Zieltarifen“ aufgezeigt oder „geeignete Tarife im Kundeninteresse“ ausgewählt werden sollen, teilt der PKV-Verband mit. Die Auswahl­kriterien werden demnach durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer testiert.

Über 55-Jährige sollen automatisch Tarifalternativen aufgezeigt bekommen

Darüber hinaus sieht der Leitfaden vor, dass Versicherten bei Prämienerhöhungen bereits ab dem 55. Le­bensjahr automatisch konkrete Tarifalternativen mit dem Ziel der Beitragsreduzierung genannt werden sollen. Dies sei fünf Jahre früher als es die gesetzlichen Vorga­ben verlangten, betont der Verband.

Damit reagiert die Branche auf Vorwürfe, wonach insbesondere ältere Versicherte unter hohen PKV-Beiträgen leiden. Vor allem Personen, die erst relativ spät in die PKV eintraten und damit vergleichsweise geringe Alterungsrückstellungen aufgebaut haben, waren in der Vergangenheit von teils deutlichen Beitragssteigerungen betroffen.

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Zugleich verpflichten sich die teilnehmenden Unternehmen, die laut PKV-Verband einen Marktanteil von mehr als 82 Prozent der Privatversicherten auf sich vereinigen, dazu, sämtliche Tarifwechsel-Anfragen innerhalb von 15 Arbeitstagen zu beantworten. Weitere Unternehmen mit nochmals rund fünf Prozent Marktanteil hätten ihren Beitritt bereits angekündigt, heißt es.

Seite zwei: Leitfaden soll spätestens 2016 „in vollem Umfang“ umgesetzt werden

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