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21. November 2014, 13:47
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Deutsche bleiben Vorsorgemuffel

Ein Großteil der Bundesbürger erwartet, im Alter den Lebensstandard senken zu müssen, so eine Umfrage des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA). Dennoch plant demnach nur ein Viertel, die eigene private Altersvorsorge auzubauen.

Deutsche bleiben Vorsorgemuffel

Die Bereitschaft der Deutschen, ihre private Altersvorsorge zu verbessern, hat sich seit 2009 kaum verändert.

Laut der Studie “Deutschland-Trend Vorsorge” des DIA rechnen 73 Prozent der Deutschen mit einem sinkenden Lebensstandard im Alter. Der Anteil der Bevölkerung, der diese Befürchtung hegt, ist demnach seit 2009 (71 Prozent) anhaltend hoch. Nur Mitte des Jahres 2012 waren es laut DIA mit 76 Prozent noch etwas mehr.

Bei einem Großteil der Befragten geht dieser negative Ausblick auf den Ruhestand mit der Einsicht einher, bisher die private Altersvorsorge vernachlässigt zu haben. Insgesamt 66 Prozent glauben demnach, dass die eigenen Bemühungen unzureichend sind.

Wenige planen Ausbau der Vorsorge

Bei lediglich 25 Prozent der Umfrageteilnehmer führt diese Einsicht jedoch zu der Entscheidung, in den nächsten zwölf Monaten mehr für die eigene Altersvorsorge unternehmen zu wollen. Zwei Fünftel der Befragten (41 Prozent) wissen der Studie zufolge zwar, dass die eigene Altersvorsorge mangelhaft ist, geben jedoch an, in den nächsten zwölf Monaten daran aber nichts ändern zu wollen beziehungsweise zu können.

Laut “Deutschland-Trend Vorsorge” belegt zudem, dass sich die Bereitschaft zur Altersvorsorge seit 2009 kaum verändert hat. Lediglich in der zweiten Hälfte des Jahres 2011 sei kurzzeitig eine größere Aktivität in Sachen Altersvorsorge festzustellen, so das DIA.

“Die anhaltende Niedrigzinsphase, die vor allem zu Lasten der Sparer geht, hat ihre Spuren im Verhalten der Bürger hinterlassen. Allerdings spiegelt sich das zum Glück noch nicht im Vertrauen in die vorhandene Altersvorsorge wider”, erklärt DIA-Sprecher Klaus Morgenstern. Die Sicherheit der drei Säulen der Altersvorsorge werde, abgesehen von einer Ausnahme im Jahr 2012, als das Vertrauen in die gesetzliche Rentenversicherung kurzzeitig eingebrochen war, weitgehend stabil eingeschätzt.

Der DIA “Deutschland-Trend Vorsorge” wurde in der Zeit vom 23. Oktober bis zum 5. November mit einer repräsentativen Befragung unter 1.003 Erwerbspersonen im Alter von 18 bis 65 Jahren erhoben. (jb)

Foto: DIA

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4 Kommentare

  1. Ich denke auch, dass das Vertrauen der Bürger in Vorsorgeprodukte auf dem absoluten Nullpunkt ist. Da ist zum größten Teil die Politik Schuld, schaut man sich nur mal Riester, Rürup usw. an und die negative Berichterstattung dazu in den Medien, die ja wohl nicht unbegründet entstand. Es ist höchste Zeit den Bürger transparent und umfassend zu informieren sowie neue und vor allem attraktive gesetzliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Und zwar nicht nur für einzelne Gruppe die sowieso genug Reserven haben, sondern vor allem für den normalen Bürger.

    Kommentar von Bijan Kholghi — 24. November 2014 @ 12:49

  2. Es ist nicht nur das mangelnde Vertrauen in die Anbieter, die Rahmenbedingungen der Politik sollten attraktiver werden. Der steuerliche Anreiz höher sein und die niedrigen Zinsen machen es auch nicht gerade spannend

    Kommentar von Jan Lanc — 24. November 2014 @ 12:19

  3. Da die Menschen lieber heute Leben, anstelle Rücklagen zu bilden und sogar länger arbeiten wollen, wäre es doch eine gute Idee zu prüfen, wie viel Geld ab dem Ruhestandsbeginn verdient werden müsste … mit dem positiven Nebeneffekt, sich gesund halten zu müssen!
    Wie man so etwas berechnen und aufzeigen kann zeigt der VERMÖGENSPASS. Wer den Beratungsprozess nach DIN ISO 22222 aufzeigt, erweckt sofort Verständnis, dass dieser Zeitaufwand bezahlt werden muss, wenn es sonst nicht zu anderen Vergütungen kommt, wie in eBooks bei mwsbraun.de beschrieben.

    Kommentar von Frank L. Braun — 24. November 2014 @ 09:11

  4. Meine Meinung: Die Deutschen wollen versorgen, jedoch fehlt das Vertrauen in die Anbieter. Es gab ja genug Skandale die letzten Jahre.

    Kommentar von Arne — 23. November 2014 @ 22:28

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