Studie: LVRG als Einstieg in Provisionsverbot?

Nicht wenige unabhängige Vermittler vermuten hinter dem Lebensversicherungsreformgesetz (LVRG) einen ersten Schritt in Richtung Provisionsverbot.Das zeigt eine aktuelle Studie, die von der BBG Betriebsberatungs GmbH in Zusammenarbeit mit dem Institut für Versicherungsvertrieb Beratungsgesellschaft mbH erstellt wurde.

Lebensversicherungsreformgesetz schürt Ängste

66,8 Prozent der Befragten befürchten, dass damit eine verdeckte Regulierung des Vermittlermarktes in Angriff genommen wurde. Lediglich 16,2 Prozent begrüßen das Maßnahmenpaket und sehen es für eine langfristige Sicherung der zugesagten Garantiezinsen als geeignet an.

Angst um Arbeitsplätze

Knapp die Hälfte der befragten Vermittler sehen sogar eine Gefahr für ihren Arbeitsplatz, da einerseits vordiskontierte Abschlusskosten für viele kleinere Makler das Überleben sichern und andererseits ein etwaiges Provisionsverbot in vertrieblicher Sicht eine große Herausforderung darstellen würden.

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Unter anderem auch, weil die Akzeptanz auf Kundenseite ein Honorar zu bezahlen, als gering eingestuft wird. Der im LVRG vorgesehene Ausweis der Effektivkosten wird von den unabhängigen Vermittlern als eher weniger förderlich beurteilt. So sind 68,9 Prozent der Meinung, dass dadurch die Transparenz für die Verbraucher nicht gesteigert wird. Die aktuelle Ausweisung der gesamten Kosten über das Produktinformationsblatt sei für einen Produktvergleich ausreichend (73,5 Prozent).

Foto: Shutterstock

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