25. Februar 2015, 16:18
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Novelle der Anlageverordnung freut Verbände

Das Bundeskabinett hat heute einen Entwurf verabschiedet, der die Anlagevorschriften für Versicherer lockern soll. Die Branchenverbände GDV und BAI begrüßten den Kabinettsbeschluss, weil es Versicherungsunternehmen damit leichter fallen würde, in Infrastrukturprojekte und erneuerbare Energien zu investieren.

Novelle der Anlageverordnung freut Verbände

Mit der Novelle der Anlageverordnung will der Gesetzgeber die Versicherer dazu animieren, künftig verstärkt in Infrastruktur-Projekte zu investieren.

“Der GDV begrüßt die neue Anlageverordnung. Sie erleichtert es den Versicherern, in potentiell ertragreichere Anlagen als bislang zu investieren. Insbesondere die Möglichkeiten, das Vermögen der Altersvorsorgesparer in Infrastruktur zu investieren, wurden erweitert”, erklärte Dr. Axel Wehling, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), in einer Stellungnahme am Mittwoch.

BAI meldet noch “dringenden Klarstellungsbedarf” an

Auch der Bundesverband Alternative Investments (BAI) begrüßte die Entscheidung, allerdings fügte der BAI hinzu, dass man “weiteren dringenden Klarstellungsbedarf” sehe.

“Investoren und Anbieter sind gleichermaßen erleichtert, dass diese wichtige Verordnung endlich verabschiedet ist”, teilte BAI-Geschäftsführer Frank Dornseifer mit. Allerdings habe es viel zu lange gedauert, ärgert sich Dornseifer, bis eine “sehr überschaubare Anzahl von Änderungen”, die insbesondere durch die Ablösung des Investmentgesetzes durch das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) im Jahre 2013 erforderlich geswesen seien, transformiert wurden.

Mit der Novelle der Anlageverordnung solle diese auf das KAGB und die neue Welt der alternativen Investmentfonds (AIFs) ausgerichtet werden, erklärt der BAI, insbesondere werde der Katalog der zulässigen Anlagegegenstände um die neu eingefügten Fondstypen gemäß KAGB ergänzt.

Erhoffte Impulse hängen von Praxistauglichkeit der Regelungen ab

Ob sich die erhofften neuen Impulse bei Anlagen in Fremdkapitalprodukte, sowie insbesondere im Segment Infrastrukturdarlehen und bei reinen Darlehensfonds, tatsächlich einstellen werden, beurteilt der BAI derzeit noch zurückhaltend. “Die Praxistauglichkeit der jeweiligen Regelungen muss sich jetzt allerdings noch erweisen”, so Dornseifer.

“Wir haben zwar deutliche Fortschritte im Konsultationsverfahren erreicht, es verbleiben aber zahlreiche Auslegungsfragen, die erst noch von der Bafin zu konkretisieren sind.” Hier bestehe jetzt dringender Handlungsbedarf, so der BAI-Geschäftsführer, zumal für ein Teil der betroffenen Investoren ab dem 1. Januar 2016 bereits das neue EU-Finanzaufsichtsregime Solvency II maßgeblich sein werde. (lk)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Die Deutschen und die Geldanlage: Sicherheit geht vor Nachhaltigkeit

Zwei Drittel der Deutschen (68 Prozent) legen bei der Geldanlage Wert auf Nachhaltigkeit. Bei den jüngeren zwischen 18 und 35 Jahren sind es sogar drei Viertel (75 Prozent). Im direkten Vergleich würde die jüngere Generation nur auf nachhaltige Produkte setzen, wenn bei der Rendite nicht verzichtet werden muss. Wenig überraschend ist, dass Sicherheit absolute Priorität hat. Dies sind Ergebnisse einer repräsentativen Studie im Auftrag der Zurich Versicherung.

mehr ...

Immobilien

Tipps für Mieter: Betriebskostenabrechnung ohne böse Überraschungen

Zu hoher Warmwasserverbrauch, einmalige Reparaturen oder ein falscher Umlageschlüssel: Die jährliche Betriebskostenabrechnung sorgt bei Mietern und Vermietern immer wieder für Streit und Diskussionen. Dabei muss nicht immer ein zu hoher Wasser- und Heizungsverbrauch des Mieters die Ursache für eine falsche Betriebskostenabrechnung sein. Nicht selten sind Kosten aufgelistet, die gar nicht umlagefähig sind. Worauf Mieter daher achten sollten, erklären die Experten des Full-Service Immobiliendienstleiters McMakler.

mehr ...

Investmentfonds

Erster regulierter Handelsplatz für digitale Assets

Nach dem Start des Handels für ausgewählte Nutzer im September steht die Digital Exchange der Börse Stuttgart (BSDEX) nun allen Interessierten in Deutschland offen. An Deutschlands erstem regulierten Handelsplatz für digitale Vermögenswerte können die Nutzer aktuell Bitcoin gegen Euro handeln, weitere digitale Assets sollen hinzukommen.

mehr ...

Berater

Schweizer Verwahrer für “Kryptowerte” will nach Deutschland

Die Crypto Storage AG aus Zürich will eine eigene Präsenz in Deutschland aufbauen und kündigt an, eine Lizenz als “Kryptowerteverwahrer” für digitale Werte wie Bitcoin beantragen zu wollen. Hintergrund sind die neuen gesetzlichen Regelungen in Deutschland ab 2020.

mehr ...

Sachwertanlagen

Patrizia kauft Healthcare-Immobilie in Hamburg

Das Immobilienunternehmen Patrizia AG hat für seinen Fonds Pflege Invest Deutschland I eine gemischt genutzte Immobilie mit Schwerpunkt auf sozialer und medizinischer Versorgung in Hamburg erworben.

mehr ...

Recht

Neues Urteil: Vorsicht bei “Service Calls”

“Service Calls“ eines Versicherungsmaklers können unzulässige Werbung sein. Auf ein entsprechendes Urteil des OLG Düsseldorf vom 19. September 2019 (Az.: 15 U 37/19) hat nun die Rechtsanwaltskanzlei Wirth hingewiesen.

mehr ...