25. August 2015, 08:34
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Alternativen für ein Vorzeigeprodukt

Der Rundumschlag gipfelte in der Forderung, dass der Berufsunfähigkeitsschutz für Erwerbstätige wieder Teil der gesetzlichen Absicherung werden solle. Die Versicherungsbranche hält die Kritik der Verbraucherschützer für maßlos überzogen.

“Wer allen Erwerbstätigen Schutz für ihre Arbeitskraft anbieten will, braucht vielfältige Lösungen. Denn nicht immer trifft ‘BU oder gar nichts’ den Bedarf, außerdem gibt es BU-Alternativen”, sagt Bernhard Rapp, Direktor Marketing und Produktmanagement bei Canada Life Deutschland.

Auch Annika Krempel, Finanzexpertin vom gemeinnützigen Verbraucherpotal Finanztip, weist auf Lösungen abseits der klassischen Berufsunfähigkeitsversicherung hin.

“Für jemanden, der wegen Vorerkrankungen oder wegen des Berufs keine oder nur eine teure Versicherung bekommt, gibt es Alternativen. Diese sind nicht gleichwertig zur Berufsunfähigkeitsversicherung, bieten aber eine Grundabsicherung.”

“Je früher, desto besser”

Dabei sei Produkten wie die Erwerbsunfähigkeits– (EU), Dread-Disease- (Schwere Krankheiten) oder Multi-Risk- Versicherung gemein, dass sie den Versicherungsschutz meist auf bestimmte Erkrankungen oder Einschränkungen eingrenzten, erläutert Krempel.

Allen Verbrauchern, die gar nicht erst in die Situation kommen wollen, abseits des “Königswegs BU” nach Alternativen suchen zu müssen, rät Krempel, sich rechtzeitig um eine Absicherung zu kümmern.

“Je früher eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen wird, desto besser. Denn dann sind die Beiträge niedriger und junge Menschen haben meist weniger Vorerkrankungen, die den Abschluss erschweren.”

Dabei gilt immer: Vorerkrankungen auf keinen Fall verschweigen oder verharmlosen. “Die Gesundheitsfragen sollten in jedem Fall ehrlich und gemeinsam mit den Ärzten der letzten fünf Jahre ausgefüllt werden”, betont Krempel, “denn oft wissen die Menschen nicht, was in ihren Krankenakten steht.”

Zudem rät die Expertin dazu, dass die Police mindestens bis zum 65. Lebensjahr laufen sollte, besser noch bis zum Renteneintritt. Wichtig sei auch, dass Versicherte die Police mit Dynamik und Nachversicherungsgarantie weiterhin “an ihr Leben anpassen” könnten und die Finanzkraft des Anbieters unter die Lupe genommen werde. (lk)

Lesen Sie den vollständigen Beitrag in der aktuellen Cash.-Ausgabe 09/2015.

Foto: Shutterstock

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