Anzeige
28. April 2015, 10:56
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Ende von BU-Preis- und Bedingungswettbewerb erreicht”

Der Markt für Berufsunfähigkeitsversicherungen (BU) wandelt sich. Analysten und Vermittler achten verstärkt auf die Qualität der Kundenbetreuung im Leistungsfall. Drei Experten aus der Assekuranz diskutieren über die aktuelle Entwicklung.

Bu-rt-teilnehmer in Ende von BU-Preis- und Bedingungswettbewerb erreicht

Die Teilnehmer des Roundtables: Maximilian Beck, Basler Versicherungen (rechts), Christian Mähringer, HDI (oben) und Gordon Hermanni, Zurich Gruppe Deutschland (unten).

Cash.: Angesichts der guten Bedingungswerke in den BU-Tarifen versuchen einige Versicherer, sich als Service-Dienstleister vom Markt abzuheben, etwa indem sie auf eine stärkere Begleitung des Kunden im Leistungsfall setzen. Wie beurteilen Sie diese Strategie?

Gordon Hermanni, Leiter Vertriebsdirektion Nord der Zurich Gruppe Deutschland: Der Kunde erhält bei uns eine aktive Unterstützung, denn im Berufsunfähigkeitsfall schießen ihm verständlicherweise tausend Fragen durch den Kopf, die es zu regeln gilt. Diese Unterstützung ist fest vereinbart, sie muss also nicht extra abgeschlossen werden. Im Falle des Falles erhalten Zurich Kunden persönliche Hilfestellung durch unsere Außenregulierer. Der Kunde muss die eigene Situation nicht in Formulare eintragen, sondern kann sie im vertrauten Umfeld zeigen und erklären. Zusätzlich bieten wir Hilfe durch unseren unabhängigen Reha-Partner Reintra an. Die Unabhängigkeit ist ganz wichtig, weil sonst der, wenn auch falsche, Eindruck entstehen könnte, dass eine von uns gesteuerte Wiedereingliederung den Kunden nur deshalb wieder schnell in Lohn und Brot bringen soll, damit wir weniger zahlen müssen. Zum Glück haben die meisten Kunden selbst ein großes Interesse daran, möglichst bald in das Berufsleben zurückzukehren, weil eine Erwerbstätigkeit eben sehr stark mit gesellschaftlicher Wertschätzung verbunden ist.

Christian Mähringer, Vorstand Betrieb Leben bei HDI und Mitglied des Vorstands der Talanx Pensionsmanagement AG: Bei HDI setzen wir auf Service-Qualität. Sie gewinnt als Entscheidungskriterium für Kunden und Vermittler zunehmend an Bedeutung. Deshalb haben wir unsere Services kontinuierlich auf ein Spitzen-Niveau verbessert. Wir bei HDI sind überzeugt, dass Services im Leistungsfall am Markt weiter an Bedeutung gewinnen werden. Das liegt einerseits daran, dass der Wettbewerb bei Bedingungen und Preisen weitgehend ausgereizt ist. Andererseits bedienen Services ein fundamentales Kundeninteresse: HDI hat als einer der ersten BU-Versicherer einen “Vor-Ort-Kunden-Service” und ein sogenanntes “Teleclaiming” eingeführt.

Statt Leistungsprüfung per Schriftverkehr setzen wir auf den telefonischen und den persönlichen Kundenkontakt vor Ort. Ziel ist es, die Prüfungen möglichst einfach und transparent zu gestalten, offene Fragen möglichst direkt zu klären und im Vorfeld bei der Antragstellung den Kunden dabei zu unterstützen, alle erforderlichen Informationen zusammenzutragen. Durch den intensiven Kundenkontakt wird die Informationsqualität verbessert und Rückfragen minimiert. Diese Services werden von Kunden und Vertriebspartnern sehr gut aufgenommen. Durch das gezielte Telefon-Interview mit dem Kunden haben sich die Rückfragen zum Beruf oder zur Tätigkeit von 45 Prozent auf drei Prozent reduziert. Der Effekt ist ein kürzerer Regulierungsprozess.

Seite zwei: “Ratingagenturen greifen das Thema Service verstärkt auf”

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

“Silver Surfer” erobern das WorldWideWeb

Die Digitalisierung ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Das ist eines der Ergebnisse der Studie “D21-Digital-Index 2018 / 2019”, die die Initiative D21 heute gemeinsam mit Wirtschaftsminister Peter Altmaier im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie präsentiert.

mehr ...

Immobilien

Dr. Klein: Boom im Osten, Rekorde im Norden

Ob nun Hamburg, Hannover, Berlin oder Dresden – im Norden und Osten der Bundesrepublik steigen die Immobilienpreise in allen Metropolregionen an. Trotzdem gibt es deutliche Preisunterschiede.

mehr ...

Investmentfonds

Kryptowährungen: Schwankende Coins an Gold binden

Seit jeher suchen Menschen Stabilität. Bei Währungen, der Basis unseres Wirtschafts- und sozialen Lebens ist dies nicht anders. Das hart verdiente und ersparte Geld soll nicht durch Inflation oder andere Unwägbarkeiten entwertet werden.

Gastbeitrag von Harald Seiz, Karatbars International GmbH

mehr ...

Berater

Kartellwächter: Mastercard muss Millionenstrafe zahlen

Der Kreditkartenanbieter Mastercard muss wegen Verstößen gegen EU-Kartellvorschriften 570 Millionen Euro bezahlen. Das teilte die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mit. Auf den US-Konzern könnten zudem Schadenersatzklagen zukommen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Ernst Russ AG verliert beide Vorstände auf einen Schlag

Sowohl der Vorstandssprecher Jens Mahnke als auch Vorstandsmitglied Ingo Kuhlmann werden im Juni beziehungsweise Ende März aus der Ernst Russ AG (ehemals HCI Capital) ausscheiden. Ein bisheriges Aufsichtratsmitglied springt ein.

mehr ...

Recht

Pflegeunterhalt: Wenn Kinder für ihre Eltern haften

Die Deutschen werden immer älter. Damit wächst auch die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Alten- und Pflegeheimen. Die Kosten hierfür sind hoch. Vielfach benötigen Eltern in diesem Fall die finanzielle Hilfe ihrer Kinder. Für diesen Fall gibt es genaue Regeln, wie eine Übersicht des Arag-Rechtsschutzes zeigt.

 

mehr ...