Anzeige
30. März 2015, 15:11
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Krankentagegeld: Keine Leistung bei Wiedereingliederung des Arbeitnehmers

Während des Wiedereingliederungsprozesses eines Arbeitnehmers nach längerer Arbeitsunfähigkeit erhält dieser keine Leistung aus seiner Krankentagegeldversicherung, so der Bundesgerichtshof (BGH). Demzufolge seien allerdings “Ausnahmen bei bloßen Arbeitsversuchen” unter Umständen möglich.

Krankentagegeldversicherung

BGH: Keine Leistung aus der Krankentagegeldversicherung bei partieller Arbeitsfähigkeit.

Der Versicherungsnehmer einer Krankentagegeldversicherung war vom 16. September 2009 bis zum 30. April 2010 wegen Burn-Out arbeitsunfähig krankgeschrieben.

Ab dem 1. April wurde er nach und nach wieder in den Arbeitsprozess seiner alten Stelle eingegliedert, indem die wöchentlichen Arbeitsstunden stufenweise gesteigert wurden.

In dieser Zeit erhielt er keinen Lohn sondern nur Krankengeld.

BGH: Keine Leistung bei partieller Arbeitsfähigkeit

Der Versicherungsnehmer verlangt von seinem Versicherer Krankentagegeld für die gesamte Zeit. Die Versicherungsgesellschaft weigert sich ihre Leistung für den April 2010 zu erbringen, da der Versicherte in dieser Zeit faktisch gearbeitet habe.

Mit seinem Urteil (Az.: IV ZR 54/14) vom 11. März 2015 bestätigt der BGH die Entscheidung der Vorinstanz. Der Versicherungsnehmer habe demnach kein Recht, für den April eine Leistung aus seiner Krankentagegeldversicherung zu erhalten.

In den Musterbedingungen des Verbandes der privaten Krankenversicherung (MB/KT 2008), die dem Versicherungsvertrag beiliegen, stünde eindeutig: “Arbeitsunfähigkeit im Sinne dieser Bedingungen liegt vor, wenn die versicherte Person ihre berufliche Tätigkeit nach medizinischem Befund vorübergehend in keiner Weise ausüben kann, sie auch nicht ausübt und keiner anderweitigen Erwerbstätigkeit nachgeht.”

Seite zwei: “Wiedereingliederung” versus “Arbeitsversuch”

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 5/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Europäische Aktien – Schwellenländer – digitaler Wandel – Neue Vertriebsregeln

Ab dem 27. April im Handel.

Rendite+ 1/2017 "Sachwertanlagen"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Hitliste der Produktanbieter – Top Five der Segmente – Immobilienmarkt

Versicherungen

Riester-Rente: Eine schlechtgeredete Erfolgsgeschichte

Arbeitnehmer sollten sich die Riester-Rente nicht entgehen lassen. Die großzügige staatliche Förderung sorgt für stattliche Renditen. Riestern lohnt sich beinahe für alle – ganz unabhängig vom Zinsniveau.

Die Wald-Kolumne

mehr ...

Immobilien

“Verlauf von Kundenakquise, Beratung und Abschluss wird wichtiger”

Robert Annabrunner, Bereichsleiter Vertrieb Drittvertrieb bei der Postbank-Tochter DSL Bank, sprach mit Cash. über eine erste Bilanz zur Wohnimmobilienkreditrichtlinie und den Wettbewerb zwischen Hausbanken und Baufi-Vermittlern.

mehr ...

Investmentfonds

Veränderung bei der Aktionärsstruktur von Mainfirst

Beim Frankfurter Vermögensverwalter Mainfirst hat es deutliche Veränderungen im Kreis der Eigentümer gegeben. Bei der Gesellschaft, wo derzeit rund 180 Mitarbeiter angestellt sind, gibt es zukünftig einen sehr starken Aktionär aus der Schweiz.

mehr ...

Berater

Internetmarketing: “Makler müssen Online-Servicepunkte bieten”

Jan Helmut Hönle, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens Hönle.training, ist Experte für Internetmarketing und Online-Beratung. Im Gespräch mit Cash. erläutert er, wie Makler im Internet Kunden gewinnen können.

mehr ...

Sachwertanlagen

Schiffsfonds: Vom Boomsegment zur Marktnische

Vor nur zehn Jahren waren Schiffsfonds das zweitstärkste Segment der Sachwertbranche. Dies erscheint aus heutiger Sicht fast schon utopisch. Etliche Fonds sind gescheitert. Umso erstaunlicher ist, dass sich erstmals wieder ein Anbieter auf den Markt wagt.

mehr ...

Recht

Maklervertrag: Diese zwölf AGB-Klauseln sind tabu

Ein Versicherungsnehmer hatte gegen seinen Versicherungsmakler geklagt, nachdem dieser ihm eine Rechnung wegen Provisionsverlust stellen wollte und auf seine AGB verwies. Bei einer genaueren Prüfung der AGB fanden die Richter insgesamt zwölf ungültige Klauseln.

mehr ...