28. April 2015, 15:44
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“Die nächste Generation steht in den Startlöchern”

Alexandra Kallmeier ist Versicherungsmaklerin und eine der Gründerinnen des VDVM-Frauen-Netzwerks des Verbands Deutscher Versicherungsmakler. Im Interview erläutert sie die Zielsetzungen des Netzwerks und aktuelle Pläne.

Frauen-Netzwerk

“Wir müssen die Initiative zum Netzwerken ergreifen – ganz ohne Missgunst. Männer haben den Vorteil der Netzwerkarbeit schon lange erkannt.”

Cash.: Warum sind Frauen im Vertrieb und auf der Führungsebene immer noch in der Minderheit?

Kallmeier: Hier gibt es sicherlich mehrere Faktoren, beispielsweise schlicht den Faktor Zeit. Logischer- und sinnigerweise werden die Posten, auf die Sie anspielen, nicht mit 25-Jährigen besetzt. Deshalb ist klar, dass die Generation Frauen, die mit dieser Diskussion heranwächst, schlicht noch “zu grün” für höhere Aufgaben ist – aber sie steht in den Startlöchern.

Wie könnten mehr Frauen für die Beratertätigkeit gewonnen werden?

Sicher müssen Rahmenbedingungen wie beispielsweise “familiengerechte Arbeitszeiten” verbessert werden. Letztendlich müssen sich Frauen aber auch über das spezielle Anforderungspotenzial bewusst machen und damit umgehen lernen. Hier stellt aber meiner Meinung nach unser Frauen-Netzwerk eine Unterstützung dar.

Seit wann gibt es das VDVM-Frauen-Netzwerk und was waren die weiteren Ziele bei der Gründung?

Das Netzwerk wurde in 2011 gegründet. Vorab sei gesagt, dass hier keinesfalls eine Gegenposition zu Männern aufgebaut werden soll. Es geht vielmehr darum, Boden gutzumachen und Frauen eine Plattform zu schaffen, um sich mittelfristig ähnlich gut zu vernetzen, wie es für Männer bereits seit Langem Usus ist.

Ziel ist es, die Vorteile des punktuellen Austauschs von Informationen und Hilfestellungen zu erkennen, zu nutzen und zu fördern. Auch ist es uns wichtig, die Bedeutung des Netzwerkens – ein Geben und Nehmen – näherzubringen. Aktuell haben wir rund 260 Mitglieder. Tendenz steigend.

Seite zwei: “Mehrwert für jede Einzelne beitragen”

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