12. Juni 2015, 13:05
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

IT-Sicherheitsgesetz: Zurich fordert verbindliche Standards

Die Zurich Versicherung begrüßt die Beschlussempfehlung des Bundestages zum IT-Sicherheitsgesetz. Der Versicherer fordert nun verbindliche Sicherheitsstandards und eine Ausweitung der Meldepflicht für alle Unternehmen.

IT-Sicherheitsgesetz: Zurich will Ausweitung der Meldepflicht

Miriam Marx: “Wir brauchen ein erhöhtes Risikobewusstsein bei den Unternehmen und einen gewissen Standard, an dem sie sich orientieren können.”

Das IT-Sicherheitsgesetz ist laut Zurich nur ein erster Schritt zu einem transparenteren Verständnis für Cyber-Risiken. “Wir brauchen ein erhöhtes Risikobewusstsein bei den Unternehmen und einen gewissen Standard, an dem sie sich orientieren können”, erläutert Miriam Marx, Cyber-Expertin bei Zurich. Das Gesetz solle daher auf den gesamten Mittelstand ausgeweitet werden, um das Risikobewusstsein zu erhöhen.

“Den Fokus nur auf “kritische” Branchen zu setzen, reicht längst nicht aus. Vor allem dann, wenn diese nicht klar definiert sind”, so die Cyber-Expertin. Das IT-Sicherheitsgesetz war von der Bundesregierung mit dem Ziel aufgesetzt worden, eine einheitliche Meldestruktur für “kritische Branchen” zu schaffen. Eine genaue Definition der Unternehmen, die dies betrifft, steht bislang jedoch noch aus.

Zurich befürwortet Sanktionen

Es wurden lediglich die Branchen Finanzwirtschaft, Energie, Wasser, Telekommunikation, IT- Technik, Transport- und Verkehr sowie Gesundheitswesen als “kritisch” genannt. Der nun verkündete Beschluss verpflichtet die Unternehmen dazu, alle zwei Jahre Audits zur Aktualität ihrer IT und Technik nachzuweisen. Zurich-Expertin Marx begrüßt die kürzlich verabschiedete Gesetzesänderung im Hinblick auf Sanktionen bei einer Nichtmeldung eines Angriffes.

“Wer über das Netz angegriffen wird, muss das auch melden. Sonst ist ein Gesetz kein Gesetz, sondern nur eine Empfehlung”, so Marx. Schließlich sei es das Ziel des IT-Sicherheitsgesetz, bewusster mit Cyber-Risiken umzugehen und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) über Angriffe zu informieren. Die Bestrafung bei Nichtanzeige sei daher folgerichtig.

Laut Marx könne auch die Versicherungsbranche zur Optimierung des IT-Sicherheitsgesetzes beitragen. “Unser Geschäft ist das Kalkulieren von Risiken und die Definition von Sicherheitsstandards, um diesen entgegenzutreten. Als Versicherer können wir nicht nur im Schadensfall unterstützen, sondern bereits präventiv zur IT-Sicherheit beitragen”, so Marx. (jb)

Foto: Zurich / Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Altersvorsorge: So entkommen Sie der Zinsfalle

Das Zinstief entlastet den Staat und enteignet die Sparer. Diese setzen dennoch weiter auf sichere Anlagen wie Festgeld, Sparbuch und Co. und verlieren jährlich Milliarden. Wie aus einem Altersvorsorgeprodukt ein alternatives Investment wird.

Gastbeitrag von Efstratios Bezas, Policen Direkt

mehr ...

Immobilien

Baugenehmigungen: Verfehlte Wohnungspolitik lässt Zahlen sinken

Einmal mehr sind nach Erhebung des Statistischen Bundesamts die Zahlen für Baugenehmigungen in Deutschland erneut gesunken. Eine dramatische Entwicklung meint der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V.

mehr ...

Investmentfonds

Wo geht die Reise für Unternehmensanleihen hin?

In den vergangenen vier Monaten verzeichneten Unternehmensanleihen aus dem Investment Grade-Segment weltweit erfreuliche Zuwächse. Hintergrund hierfür war hauptsächlich die geldpolitische Wende der US-Notenbank Fed. Das fundamentale Umfeld sollte weiter für Unterstützung sorgen. Ein Gastbeitrag von Marc Herres, Union Investment

mehr ...

Berater

Biometrie: Warum eine BU nicht immer die erste Wahl ist

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung gilt gemeinhin als erste Wahl, wenn es um die Absicherung gegen den Verlust der Arbeitskraft geht. Doch es muss nicht immer eine BU sein. Warum eine Grundfähigkeits-Versicherung durchaus die bessere Lösung für Berater und Kunden sein kann. Ein Kommentar von Philip Wenzel

mehr ...

Sachwertanlagen

G.U.B. Analyse: „A-“ für ProReal Deutschland 7

Das Hamburger Analysehaus G.U.B. Analyse bewertet die von der One Group aus Hamburg konzipierte Vermögensanlage ProReal Deutschland 7 mit insgesamt 77 Punkten. Das entspricht dem G.U.B.-Urteil „sehr gut“ (A-).

mehr ...

Recht

Bundesrat sagt ja zu E-Scootern 
- Das müssen Sie beachten

E-Scooter liegen voll im Trend. Neben den USA haben viele europäische Länder die elektrischen Tretroller bereits zugelassen. Nun zieht Deutschland nach. Am 3. April dieses Jahres hatte das Bundeskabinett die Zulassung von Tretrollern mit Elektromotor beschlossen. Heute folgte der Bundesrat. Arag Rechtsexperte und Rechtsanwalt Tobias Klingelhöfer erklärt, worauf man als Fahrer zu achten hat.

mehr ...