„Der Nachwuchsmangel ist eine Herausforderung, der wir uns stellen müssen“

Dr. Matthias Wald, Vertriebsgeschäftsführer von Swiss Life Select, spricht im Cash.-Interview über die Gründe des Nachwuchsmangels in der Beraterschaft und die Rekrutierungsprogramme des Finanzvertriebs.

Matthias Wald: „Erfreulicherweise verzeichnen wir seit einigen Monaten deutschlandweit einen stetigen Zuwachs bei unseren Finanzberatern – das stimmt uns zuversichtlich.“

Cash.: Wie geht Swisss Life Select mit dem Nachwuchsmangel um?

Wald: Der Nachwuchsmangel ist eine Herausforderung, der wir uns stellen müssen. Die Gründe sind vielfältig: Zunächst ist die Nachwuchsfrage allein aufgrund der demografischen Entwicklung generell ein Thema für alle Branchen. Was unseren Markt anbelangt, sind ein dynamisches Umfeld und komplexe Produktlandschaften ebenso ausschlaggebend, wie wachsende Regulierungsanforderungen.

Unter diesen aktuellen Rahmenbedingungen erfolgreich im Markt zu agieren, erfordert für Berater neben einem fundierten Fachwissen und einem umfassenden, hochwertigen Produktportfolio eine konsequente Fortbildungsbereitschaft, hohe Flexibilität und eine ebenso hohe Sozialkompetenz. Ohne Anbindung an die professionellen Infrastrukturen großer Gesellschaften ist es für Einzelne quasi unmöglich, eine fortlaufend gute, qualifizierte Beratungsleistung zu erbringen.

Deshalb hat Swiss Life als Muttergesellschaft von Swiss Life Select in die Reorganisation der Back-Office-Bereiche investiert, um qualifiziertes Know-how aus den verschiedenen Fachbereichen für den Vertrieb zur Verfügung zu stellen. Erfreulicherweise verzeichnen wir seit einigen Monaten deutschlandweit einen stetigen Zuwachs bei unseren Finanzberatern – das stimmt uns zuversichtlich.

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Verstärkt das angeschlagene Image der Branche den Nachwuchsmangel?

Das Image der Branche ist ein weiteres Phänomen, mit dem wir uns seit Jahren auseinandersetzen. Doch auch hier haben die letzten Monate bewiesen, dass dieser Eindruck für den heutigen Beraternachwuchs, die „Generation Y„, überholt ist. Denn diese Zielgruppe stellt andere Erwartungen an ein ideales Arbeitsumfeld, als die Generationen vor ihr: Sie möchte selbstbestimmt arbeiten, den Sinngehalt ihrer Aufgaben in ihrer täglichen Arbeit erkennen und fordert eine ausgewogene Work-Life-Balance.

Seite zwei: „Die Imagefrage muss wechselseitig betrachtet werden

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