Anzeige
13. Juli 2015, 12:15
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Produktschulungen erhöhen die Fachkompetenz”

Dr. Katharina Höhn, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Berufsbildungswerks der Deutschen Versicherungswirtschaft (BWV), hat mit Cash.-Online über die Weiterbildungsinitiative “gut beraten” und die Folgen der EU-Vermittlerichtlinie IDD für die Weiterbildungspraxis in Deutschland gesprochen.

Produktschulungen erhöhen die Fachkompetenz

Dr. Katharina Höhn: “Es geht bei “gut beraten” nicht darum, eine Vorschrift auf Minimalniveau zu erfüllen. “

Cash.-Online: Die Vermittlerrichtlinie IDD sieht eine Weiterbildungspflicht von 15 Stunden im Jahr vor. Bei “gut beraten” ist die doppelte Anzahl vorgesehen. Wie stehen Sie zur Entscheidung des Trilogs?

Höhn: Zunächst möchte ich betonen, dass das finale Papier zur IDD noch nicht vorliegt. Nach unseren Informationen aus dem Verfahren sieht die Richtlinie vor, dass die Mitgliedsstaaten eine Weiterbildungsverpflichtung einführen sollen, die mindestens 15 Stunden pro Jahr entspricht.

Die Trägerverbände der freiwilligen Initiative gut beraten begrüßen die Einführung eines europaweiten Mindeststandards für die Weiterbildung der Vermittler. Ein regelmäßiges Durchlaufen einer Pflichtprüfung – wie es zeitweise auch im Gespräch war – hat sich dankenswerter Weise nicht durchgesetzt.

Nun können die Mitgliedsstaaten Weiterbildungsanforderungen einführen, die zu den Bildungssystemen und Bildungsniveaus der jeweiligen Länder passen. Die Trägerverbände haben sich von Anfang an dafür stark gemacht, dass wir vom Berufsbild eines professionell aufgestellten Vermittlers ausgehen, der seine Weiterbildung passend zu seinem Portfolio und seiner beruflichen Entwicklung wählt.

Ist “gut beraten” übers Ziel hinausgeschossen oder hat der Trilog die Stunden zu niedrig angesetzt?

Wir haben einen inhaltlichen Rahmen abgesteckt, der für alle Arten von Vermittlern genügend Spielraum lässt und dennoch den Anforderungen des Verbraucherschutzes Rechnung trägt, die Fach- und Beratungskompetenz im Interesse des Kunden zu stärken.

Auch waren sich die Trägerverbände schnell über den zeitlichen Anspruch einig, den die jährliche Weiterbildung haben sollte, und das sind mindestens 40 Weiterbildungseinheiten von 45 Minuten beziehungsweise 30 Zeitstunden.

Über 106.000 Versicherungsvermittler haben seit Einführung der Weiterbildungsdatenbank im April 2014 bis zum Stand 30. Juni 2015 ein Weiterbildungskonto eingerichtet, und sie beteiligen sich mit insgesamt über 5 Millionen Weiterbildungspunkten. Daran erkennt man, dass der von “gut beraten” formulierte Anspruch in weiten Teilen der Vermittlerschaft bereits gelebt wird.

Seite zwei: “Produktschulungen erfüllen den Anspruch substantieller beruflicher Weiterbildung

Weiter lesen: 1 2 3 4

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Risiko-LV: Kunden gewinnen, Abschlussquoten steigern

Risiko-Lebensversicherungen machen laut Branchenzahlen mehr als ein Fünftel des Neugeschäftes der deutschen Lebensversicherer aus. Was Anbieter tun können um sich im Wettbewerb erfolgreich aufzustellen, hat das Marktforschungsinstitut Heute und Morgen untersucht.

mehr ...

Immobilien

Ab auf die Insel: Privatinsel in Irland steht zum Verkauf

Wer schon immer von einer eigenen Insel geträumt hat, könnte sich diesen Traum in Irland erfüllen – das nötige Kapital vorausgesetzt. Die Privatinsel “Horse Island” steht zum Verkauf, mitsamt einem gerämigen Anwesen. Sogar ein Hubschrauberlandeplatz steht zur Verfügung.

mehr ...

Investmentfonds

Alzheimer-Forschung: Was der aktuelle Stand für Investoren bedeutet

Alzheimer betrifft allein in den USA und Europa 15 Millionen Menschen, Tendenz steigend. Bis heute wurde kein Wirkstoff gefunden, mit dem sich Alzheimer verlangsamen lässt. Die Ursachen sind ungeklärt, verschiedene Thesen werden aktuell diskutiert. Der hohe Bedarf an Behandlungsmethoden birgt ein großes Potenzial für Investoren. Gastbeitrag von Mina Marmor, Sectoral Asset Management

mehr ...

Berater

JDC bietet Webinare zur neuen DIN-Norm in der Finanzberatung

Die neue DIN 77230 “Basis-Finanzanalyse für Privathaushalte” ersetzt die bisherige DIN SPEC 77222. Die neue Norm nimmt sich, wie ihr SPEC-Vorläufer, die Basisanalyse der Finanzen von Privathaushalten vor. Jung, DMS & Cie. bietet deshalb Webinare für Vertriebspartner an, um auf die neue DIN-Norm zu schulen. 

mehr ...

Sachwertanlagen

G.U.B. Analyse: „A“ für RWB Global Market Fund VII

Das Hamburger Analysehaus G.U.B. Analyse bewertet die Emission „RWB Global Market Fund VII der RWB Private Capital Emissionshaus AG mit insgesamt 81 Punkten. Das entspricht dem G.U.B.-Urteil „sehr gut“ (A).

mehr ...

Recht

Falling down: Wer haftet bei rutschigen Bürgersteigen?

Der Herbst und das liebe Laub. Was im Sonnenschein auf den Bäumen noch schön aussieht, kann am Boden schnell zur Gefahr werden. Wird Laub nicht beseitigt und führt zu Unfälle, kann’s teuer werden. Mal ganz abgesehen von dem drohenden Ärger mit der Justiz. Worauf Mieter und Hausbesitzer jetzt achten sollten.

 

mehr ...