Kein Ausbau der Betriebsrente mit Staatsmitteln

Arbeitgeber und Gewerkschaften sollen sich auf die Einrichtung von Pensionsfonds einigen können, in die Arbeitgeber einen Mindestbetrag einzahlen und von weiterer Verantwortung verschont werden.

Nahles erhofft sich auch eine Sogwirkung auf kleinere, nicht tarifgebundene Unternehmen. Mit Blick auf nicht tarifgebundene Branchen sagte Asmussen, die Umsetzung der betrieblichen Altersvorsorge sei auch hier über eine Allgemeinverbindlichkeitserklärung leichter geworden.

Vorbehalte der Familienunternehmer

Die „Handelsblatt“-Tagung machte deutlich, dass es eine große Übereinstimmung dafür gibt, die betriebliche Altersvorsorge zu stärken. Die Pläne der Bundesregierung dürften indes nicht ganz einfach umzusetzen sein.

Zuletzt äußerten die Familienunternehmer Vorbehalte. Ihr Verbandspräsident Lutz Goebel sagte „Handelsblatt“ (Online-Ausgabe): „Völlig kontraproduktiv ist der jüngste Vorschlag von Andrea Nahles, mittelständische Familienunternehmer über die Tarifparteien in gewerkschaftsnahe Tariffonds zu zwingen.“

Allerdings lobte Goebel die Absicht der Regierung, Unternehmen von Haftungsrisiken für Versicherungsprodukte zu befreien. „Wenn die Bundesregierung die Attraktivität betrieblicher Pensionen steigern möchte, muss sie sich auf diesen Punkt konzentrieren“, sagte er.

Quelle: dpa-AFX

Foto: BMAS

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