21. Oktober 2016, 09:24
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Anträge auf Reha-Maßnahmen leicht rückläufig

Die Zahl medizinischer Rehabilitationsmaßnahmen ist in den vergangenen Jahren leicht rückläufig gewesen. 2015 seien rund 1,65 Millionen Anträge auf Reha-Maßnahmen verzeichnet worden, 1,1 Millionen seien bewilligt worden, sagte Gundula Roßbach von der Deutschen Rentenversicherung Bund am Donnerstag in Berlin.

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Vertreter der Bundesregierung fordern, Reha-Leistungen mehr für gesellschaftliche Gruppen zu öffnen, die bisher kaum oder gar nicht in diesen Genuss gekommen sind.

2014 seien es noch 1,7 Millionen Anträge gewesen, davon seien 1,13 Millionen bewilligt worden. Und auch 2016 gehe diese Zahl voraussichtlich um etwa 1,3 Prozent zurück.

Bemerkenswert sei dabei, dass Anträge für Reha-Maßnahmen nach Krebsbehandlungen besonders deutlich zurückgingen, obwohl die Entwicklung bei den Erkrankungen entgegengesetzt verlaufe. Die Rentenversicherung Bund wolle die Ursachen für diese Entwicklungen genauer untersuchen, sagte Roßbach auf dem Reha-Forum ihrer Organisation in Berlin.

Die Staatssekretärin im Arbeitsministerium, Yasmin Fahimi, unterstrich, dass Reha-Leistungen mehr für gesellschaftliche Gruppen geöffnet werden müssten, die bisher kaum oder gar nicht in diesen Genuss gekommen seien: Bürger mit Migrationshintergrund, Hartz-IV-Empfänger oder Pflegende von Angehörigen.

Um die benötigte Zahl von Erwerbstätigen halten zu können, sei grundsätzlich eine intelligente Verbindung zwischen Prävention, Rehabilitation und Rente nötig, machte Fahimi deutlich. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. Lese ich richtig? Medizinische Reha ist nicht für Hartz IV Empfänger oder pflegende von Angehörigen zugänglich? Haben wir eine Mehrklassengesellschaft auch in der GKV? Vielleicht wäre es sinnvoller, die Kosten von im Ausland lebenden Familienangehörigen, Nicht-Deutscher, die hier leben, zu überdenken.

    Kommentar von Frank Dietrich — 24. Oktober 2016 @ 08:17

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