Anzeige
19. Mai 2016, 18:29
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Best Ager: Junges (Produkt-)Denken für die alternde Gesellschaft

Für die Versicherer sind das ersteinmal gute Nachrichten. Allerdings: Berater, die bei all diesen Thema sattelfest sein wollen, um alle Hürden bis zum Schluss sicher nehmen zu können, müssen schon ein bewährtes Rüstzeug beziehungsweise – um im Bild zu bleiben – ein wettkampferprobtes Zaumzeug mitbringen. Ein Berater, der die Best Ager zufriedenstellen wolle, müsse “interdisziplinäre Kenntnisse” haben, sagt IVFP-Mann Dommermuth. “Erforderlich sind übergreifende Kenntnisse im Bereich der Finanzwirtschaft, der Versicherungsbetriebslehre, des Kapitalmarktes, des Asset Managements sowie des Steuer- und des Sozialversicherungsrechts.”

“Versicherungsprodukte sind konkurrenzfähig”

Doch die Mühen können sich aus Sicht des Vorsorge-Experten am Ende bezahlt machen. So könne sich der Vermittler “eine Beratungsnische erschließen, die ihn im besten Falle konkurrenzlos macht”. Von einem konkurrenzlosen Geschäft mit den Best Agern können die Versicherer indes nur träumen. Sie müssen sich mit dem Ziel bescheiden, dass ihre Produkte im Wettstreit mit den Banken, die schon seit deutlich längerer Zeit um die “jungen Alten” buhlen, von den Kunden überhaupt als konkurrenzfähig wahrgenommen werden. Hier hat Experte Dommermuth zumindest keine Bedenken. Die Produkte seien “konkurrenzfähig”, betont er.

Wie sich die Versicherungsbranche auf die Anforderungen und Bedürfnisse der Best Ager eingestellt hat, erläutert im Folgenden Versicherungsmanger Dr. Johannes Lörper am Beispiel der Düsseldorfer Ergo Group.

Im Interview sagt der Ergo-Vorstand, mit welchen Ansätzen sein Haus im Wettbewerb überzeugen möchte, wie er das Potenzial für die Ruhestandsplanung einschätzt und wie er zur Kritik steht, dass die Branche der Rentenbezugszeit lange Zeit zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet habe.

Cash.: Die Palette der Finanzprodukte für Best Ager ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. Mit welchen Vorsorgelösungen versucht Ergo, die anspruchsvolle Zielgruppe zwischen 50 und 65 Jahre zu überzeugen?

Lörper: Für die Zielgruppe der 50- bis 65-Jährigen steht ein breites Produktportfolio an Vorsorgelösungen zur Verfügung, die von den Ergo-Marken Ergo Direkt, Ergo Leben und der Vorsorge Lebensversicherung angeboten werden. Die DKV ist mit Produkten für die Pflegevorsorge am Markt. Wir bieten Produkte mit variablen Aufschubzeiten, wenn das Geld noch nicht unmittelbar als Rente verwendet werden soll, bis hin zu verschiedenen Varianten der Sofort-Rente an. Es gibt hier sowohl kapitalmarktorientierte als auch klassische Produktlösungen. Auch die Basis-Rente ist eine weitere attraktive Vorsorgevariante.

Seite drei: Die Kehrseite flexibler Entnahmemöglichkeiten

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

Wintereinbruch: Diese Pflichten haben Eigentümer und Mieter

Der Winter ganz Deutschland im Griff: Selbst in schneearmen Regionen und Städten wie Köln bleibt die weiße Pracht auf Straßen und Gehsteigen liegen. Die Winterlandschaft bringt Verpflichtungen für Hauseigentümer oder Mieter mit sich – zum Beispiel die gesetzliche Pflicht zum Schneeräumen. Auch versicherungstechnisch ist das Räumen und Streuen des Gehwegs relevant.

mehr ...

Immobilien

Zwölf Städte vereinen 30 Prozent des Gewerbeimmobilienumsatzes

London ist 2018 der Top-Performer für globale gewerbliche Immobilien-Investitionen. Investoren bevorzugen weiterhin Städte, mit denen sie vertraut sind und die über gut etablierte Investment-Märkte und hohe Transparenz verfügen. Dazu gehören mit Frankfurt, Berlin, Hamburg und München vier deutsche Städte.

mehr ...

Investmentfonds

Tim Bröning: Worte statt Taten

Viele Menschen starten mit guten Vorsätzen ins neue Jahr. Sie möchten häufiger ins Fitnessstudio gehen, weniger Süßigkeiten essen und sich generell einen gesünderen Lebenswandel zulegen.

Die Bröning-Kolumne

mehr ...

Berater

Hat die Finanzbranche #MeToo verschlafen?

Auf Branchenmessen begegnet man auch in Zeiten der “Me-too”-Debatte noch immer vielen Hostessen. “Nett aussehen, während die Männer Geschäfte machen: Der Beruf der Hostess ist so aus der Zeit gefallen wie kaum ein anderer”, schrieb kürzlich die “Süddeutsche Zeitung”. Hat die Branche eine wichtige gesellschaftliche Entwicklung verschlafen?

mehr ...

Sachwertanlagen

RWB steigert das Platzierungsvolumen kräftig

Die auf Private-Equity-Konzepte für Privatanleger spezialisierte RWB Group hat im vergangenen Jahr insgesamt mehr als 76 Millionen Euro platziert und damit ein Umsatzplus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht (2017: etwa 59 Millionen Euro).

mehr ...

Recht

Kartellwächter: Mastercard muss Millionenstrafe zahlen

Der Kreditkartenanbieter Mastercard muss wegen Verstößen gegen EU-Kartellvorschriften 570 Millionen Euro bezahlen. Das teilte die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mit. Auf den US-Konzern könnten zudem Schadenersatzklagen zukommen.

mehr ...