19. Mai 2016, 18:29
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Best Ager: Junges (Produkt-)Denken für die alternde Gesellschaft

Die Absicherungsbedürfnisse der Menschen wandeln sich mit den Lebensphasen, so weicht etwa der Wunsch nach Absicherung der Arbeitskraft mit zunehmenden Alter dem Bedarf nach einer Unfall- und Pflegevorsorge. Wie schätzen Sie das Potenzial für die Ruhestandsplanung ein?

Unfall- und Pflegevorsorge sind wichtige Elemente, um sich gegen Unwägbarkeiten des Alters abzusichern, sie ergänzen die Absicherung des Lebensstandards. Erst kürzlich hat Ergo eine neue Pflegerentenversicherung an den Markt gebracht, die gegen eine Einmalzahlung eine sehr flexible, individuelle Ausgestaltung der Vorsorge für den Pflegefall auch kurzfristig möglich macht.

Wichtig ist in vielen Fällen aber auch die Hinterbliebenenabsicherung. Diese wird meist entweder über die Vereinbarung einer längeren Rentengarantiezeit geregelt oder aber über die Vereinbarung einer Hinterbliebenenrente, die auch den Partner lebenslang absichert. Ebenso ist der Wunsch, die eigene Bestattung finanziell zu regeln, ausgeprägt, dieses ist mit einer Sterbegeldversicherung möglich. Ein weiterer Punkt ist die dauerhafte Sicherung des Lebensstandards in einer entsprechenden Höhe. Hier eignen sich Einmalzahlungen, zum Beispiel aus Ererbtem oder einer fälligen klassischen Lebensversicherung, die nur eine Kapitalauszahlung aber keine Verrentung kennt, vortrefflich für die Anlage in eine Rentenversicherung.

Altersvorsorge-Experte Klaus Morgenstern bemängelt, dass die Versicherungswirtschaft bei ihren Produkten lange Zeit zu wenig auf die “Entnahmeprozesse” geachtet habe. Sind die Produkte für die Rentenzeit schon flexibel und innovativ genug?

Zahlreiche Produkte der Ergo verfügen über Entnahmemöglichkeiten im Ruhestand/während der Rentenphase. So kann der Kunde bei Bedarf Geldbeträge entnehmen, zum Beispiel um die Wohnung altersgerecht umzubauen. Es gibt allerdings eine Kehrseite der Medaille: Die Entnahme mindert natürlich die Kapitalbasis und damit die Höhe künftiger Renten. Da die Rente den Lebensstandard dauerhaft sichern soll, kann durch große oder mehrmalige Entnahmen das eigentliche Vorsorgeziel gefährdet sein.

Text und Interview: Lorenz Klein

Foto: Ergo

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