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8. August 2016, 12:25
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“Fintech-Kunde hat weiterhin viel selbst zu erledigen”

Auf den ersten Blick wirkt die Private Office GmbH wie ein analoges Fintech. Das Frankfurter Dienstleistungsbüro nimmt Versicherten unter anderem den lästigen Schriftverkehr mit dem Versicherer ab. Geschäftsführer Norbert Kettner erklärt sein Geschäftsmodell und sagt, was ihn an den Apps der Krankenversicherer stört.

Private Office-Chef: Fintech-Kunde hat weiterhin viel selbst zu erledigen

Norbert Kettner, Private Office GmbH: “Bei den Apps der Krankenversicherer regelt der Klient viel selbst, wie beispielsweise das Einhalten von Terminen oder das Kontrollieren von Zahlungseingängen.”

Cash.Online: Ihr Dienstleistungsbüro bietet Versicherten ein “vollständiges privates Outsourcing” an: Dazu sollen die Kunden sämtliche Vertrags- und Versicherungsunterlagen an Sie aushändigen und Ihr Haus erledigt dann die Vertragsverwaltung und den vollständigen Schrift- und Zahlungsverkehr mit dem Versicherer. Wie grenzt sich Ihr Geschäftsmodell von den Fintechs ab, die ebenfalls um “bequeme” Kunden werben?

Kettner: Aktuelle Fintechs richten sich vermeintlich an den “bequemen” Kunden. Wer genau hinschaut, bemerkt, dass der Kunde weiterhin viel selbst zu erledigen hat. Er muss sich einloggen, sich Passwörter merken, Fristen einhalten und Zahlungen überwachen. Zudem gibt es keine App, die alle verschiedenen Bereiche in einem abdeckt. Für jeden Bereich ist mindestens eine Lösung erforderlich. All das entfällt, wenn man Kunde des Private Office ist: Der Kunde lagert alle Unterlagen und Prozesse aus, sodass er von Überweisungen und Kontoverwaltung völlig befreit ist. Zudem erhält er keine Post mehr nach Hause, da als Postanschrift bei allen Vertragspartnern die des Private Office hinterlegt wird. Es handelt sich also um ein komplett anderes Geschäftsmodell.

Des weiteren decken Fintechs in erster Linie nur Finanzdienstleistungen ab, die nicht darüber hinausgehen, Überblick zu verschaffen und Produkte zu vergleichen. Das Private Office geht in dieser Hinsicht weiter, indem wir sämtliche Verträge verwalten, also auch Strom, Gas oder Telefon.

Welche Kosten entstehen für die Versicherten?

Die monatlich anfallenden Kosten beginnen bei circa 98 Euro und variieren je nach Leistungsumfang. Neben der Verwaltung ist auch die Optimierung für unsere Kunden mit inbegriffen. Das bedeutet, wir übernehmen auch hier für unsere Klienten den sonst lästigen Schritt des Vergleichens verschiedener Leistungen. Unser Anspruch ist es, Verträge so zu optimieren, dass die monatliche Gebühr für die Inanspruchnahme unserer Dienstleistung über die Einsparungen bei den Vertragskonditionen wieder erwirtschaftet wird.

Weiter heißt es, dass Ihr Unternehmen die Parameter jedes einzelnen Nicht-Lebensversicherungsvertrages optimieren wolle. Welche Kriterien spielen bei der Vertragsoptimierung eine Rolle und kann dies auch Umdeckungen zur Folge haben?

Es gibt eine Vielzahl an Kriterien, die bei der Vertragsoptimierung eine Rolle spielen. Grundsätzlich muss die Vertragssituation das Leben des Kunden widerspiegeln. Im hektischen Alltag kommen jedoch die wenigsten dazu, die Parameter ihrer gegebenen Situation anzupassen: Beispielsweise wenn der eigene Hausrat deutlich ansteigt, die Hausratversicherung aber auf gleichem Niveau bleibt.

Seite zwei: “Versicherungs-App vereinfacht Leben der Versicherung, nicht das des Kunden”

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