Anzeige
18. März 2016, 12:33
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Umfrage zu Insurtechs: Kaum bekannt und doch begehrt

Kaum mehr als fünf Prozent der Deutschen sind mit den Markennamen sogenannter Insurtechs vertraut, ergab eine aktuelle YouGov-Umfrage. Allerdings nehme die Chance kontinuierlich zu, dass Insurtechs von Versicherungskunden gefunden und in Betracht gezogen werden, teilen die Marktforscher mit. Vor allem junge Menschen seien für die digitalen Versicherungsangebote empfänglich.

Insurtechs: Kaum bekannt und doch begehrt

Oliver Gaedeke, YouGov: “”Die Wahl eines deutschen Markennamens mit Bezug zu Versicherung ist unerlässlich. Nicht nur um die Bekanntheit schneller zu steigern, sondern auch um den wichtigen Erfolgstreiber ‘Vertrauen in den Anbieter’ zu stärken.”

Die Bekanntheit der untersuchten reinen Insurtech-Marken befindet sich noch auf einem geringen Niveau, vergleichbar mit einem kleinen Spezialversicherer, erklärt das Marktforschungs- und Beratungsinstitut YouGov auf Basis einer internetrepräsentativen Befragung.

Markenbekanntheit der Insurtechs bislang noch gering

Immerhin vier Marken erreichen YouGov zufolge eine gestützte Bekanntheit von fünf und mehr Prozent: Finanzchef24, friendsurance, Knip und Onlineversicherung.de. Noch unbekannter sind demnach die weiteren untersuchten Anbieter AppSichern, Asuro, Clark, feelix, FinanceFox, GetSafe, massUp, mobilversichert, Passt24, Schutzclick, Simplr, TED Versicherung, Treefin und Vertragium.

Gleichwohl betonen die Marktforscher, dass die Bekanntheit der Insurtechs unter den abschlusswilligen Versicherungskunden höher sei. So erreichten Finanzchef24, friendsurance und Onlineversicherung.de in dieser Gruppe eine gestützte Bekanntheit von mindestens neun Prozent. Dies lasse erkennen, so YouGov, dass hier ein Wachstumspotenzial entstehen könnte.

Neugierde bei jungen Befragten

Bei den jüngeren Befragten zwischen 18 und 29 Jahren gehen drei Viertel (77 Prozent) der Befragten laut der Umfrage davon aus, dass Verbraucher von der Entwicklung digitaler Lösungen für Finanz- und Versicherungsprodukte profitieren können. Unter den Gesamtbefragten sind es zwei Drittel (66 Prozent). Darüber hinaus wecke das erweiterte digitale Angebot von Finanzdienstleistern bei jedem Zweiten (49 Prozent) Neugierde, so YouGov. Auch hier seien die Jüngeren wieder deutlich interessierter (59 Prozent).

Männer eher mit Insurtechs vertraut als Frauen

Darüber hinaus ergab die Umfrage, dass die Markenbekanntheit der Insurtechs bei Männern um bis zu sieben Prozentpunkte höher ausfällt als bei Frauen. Ebenso unterscheide sich die Markenbekanntheit nach Einkommensgruppen und steige mit einem höheren Einkommen: Bei Privatkunden mit einem persönlichen Nettoeinkommen ab 2.500 Euro sei die Bekanntheit der abgefragten Marken im Vergleich zu darunter liegenden Einkommensgruppen bis zu zehn Prozentpunkten höher, heißt es.

Allerdings werde von den meisten Kunden immer noch der eigene Hauptversicherer als präferierter Anbieter für Versicherungen gewählt, sagt Dr. Oliver Gaedeke, Vorstand und Leiter der Finanzmarktforschung bei YouGov. Gaedeke führt dies vor allem auf die hohe Kundenbindung an Vertreter und Makler sowie Versicherermarken zurück.

Seite zwei: Gute Zukunftsaussichten für Insurtechs

Weiter lesen: 1 2

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 02/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trendprodukt Fondspolicen – Aktien Europa – Zweitmarkt 2018 – Andrang auf Zinshäuser 

Ab dem 25. Januar im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

“Mehr Zutrauen in die Altersvorsorge”

Das Vertrauen der Deutschen in ihre Altersvorsorge ist 2017 gegenüber dem Vorjahr wieder erkennbar gestiegen. Das zeigt der “Deutschland-Trend Vorsorge” des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA), der einmal jährlich die Stimmung unter den Bürgern und ihre Vorsorgebereitschaft ermittelt.

mehr ...

Immobilien

Zahl der Baugenehmigungen stark gesunken

Trotz der starken Nachfrage nach Immobilien sinkt die Zahl der Baugenehmigungen in Deutschland weiter. Nach Einschätzung der Förderbank KfW hat sich jedoch ein Überhang an Zusagen aufgebaut.

mehr ...

Investmentfonds

Ein Drittel der Deutschen sorgt nicht vor

Jeder Dritte Deutsche sorgt nicht für sein Alter vor. Das ist ein Ergebnis des Fidelity Verantwortungsbarometer Deutschland 2018, einer Umfrage, die von Kantar Emnid durchgeführt wurde. Die Teilnehmer wurden auch gefragt, wie gut sie im Alter abgesichert sind und wie sie vorsorgen.

mehr ...

Berater

Vertriebsrecht: Was sich 2018 für Verkäufer ändert

Für Vertriebsmitarbeiter bedeutet der Jahresneuanfang durch angehäufte Arbeit und neue Aufgaben oft Stress. Sich dann noch über die aktuelle Rechtslage zu informieren kann da schnell schwierig werden. Hier die wichtigsten Gesetzesänderungen im Überblick.

Gastbeitrag von Oliver Kerner, OK-Training

mehr ...

Sachwertanlagen

Emirates hält Airbus A380 am Leben

Das drohende Aus für den Airbus A380 scheint abgewendet. Die arabische Fluggesellschaft Emirates will bei dem europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzern bis zu 36 weitere Exemplare des weltgrößten Passagierjets ordern.

mehr ...

Recht

BFH-Urteil: Kosten für Dauertestamentsvollstreckung

Ob bei minderjährigen oder unerfahrenen Erben oder für die Fortführung eines Unternehmens: eine Dauertestamentsvollstreckung kann helfen, den Nachlass ordnungsgemäß zu verwalten. Was aber, wenn Erben die Kosten für die Vollstreckung steuerrechtlich geltend machen wollen?

mehr ...