13. Dezember 2016, 09:31
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Multikanalstrategien für Versicherer: Fünf Schritte zum Erfolg

Viele Versicherer haben realisiert, dass die Digitalisierung die gesamte Wertschöpfungskette beeinflusst. Aber gehen sie die richtigen Maßnahmen an? Insgesamt lassen sich fünf Aspekte ausmachen, die Versicherungsgesellschaften bei ihrer Digitalisierungsstrategie berücksichtigen sollten.

Gastbeitrag von Frank Gehrig, Simon-Kucher & Partners

Multikanalstrategien

Frank Gehrig: “Die klassischen Offlinekanäle brechen nicht ad hoc weg, durchdachte Änderungen vorzunehmen ist deshalb sinnvoll und notwendig.”

Kundenverhalten und Kundenerwartungen haben sich in den letzten fünf Jahren massiv verändert. Deshalb ist es entscheidend, die richtigen Maßnahmen zu identifizieren und konsequent am Kunden auszurichten.

1. Omnikanalansatz etablieren: Die Kanäle müssen miteinander verknüpft werden, die Customer Journey einer gleichbleibenden Logik folgen. Wenn ein Kunde online ein Angebot ausrechnet und einen Beratungstermin in einer Filiale ausmacht, muss die Filiale wissen, was berechnet wurde. Ebenso wichtig für die Kundenloyalität: Standardtransaktionen müssen unternehmensweit von etwaigen Ansprechpartnern bearbeitet werden können. So sind beispielsweise Änderungen von Adressdaten bei vielen Versicherern heute noch schwierig. Auch ist eine konsistente Produktlogik über alle Kanäle hinweg sehr wichtig. Nur so gelingt es, Kunden, die durch den Besuch auf einer Aggregatoren-Seite sehr niedrige Preisvorstellungen haben, zu einem Preis- und Leistungs-Upgrade zu bewegen.

2. Onlinekanal sauber aufsetzen: Das Internet ist für Versicherungskunden das Informationsmedium Nummer eins und der Marktanteil des Onlinekanals bei den Neuabschlüssen steigt stetig. Jedoch fällt bei der Analyse von Berechnungs- und Abschlussstrecken schnell auf, dass diese nicht psychologisch sinnvoll geführt sind.
Die Konsequenz: rund 15 bis 20 Prozent Prämienvolumen bleiben ungenutzt. Eine schöne Optik allein reicht nicht. Versicherer müssen die Dropout-Raten signifikant senken und die Verkäufe systematisch aufwerten. Dazu tragen segmentspezifische Verkaufstrichter bei. Sie enthalten eine optimale Vorauswahl an zugeschnittenen Tarifpräsentationen und Ansätzen für das Up- und Down-Selling. Wichtig ist dabei eine starke, getestete Startlösung, die dann im Laufe der Zeit justiert wird.

Seite zwei: 3. Flexibilität auf der Produktseite zeigen

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Provisonsdeckel: Ideologie ersetzt Sachverstand? 

Der Provisionsdeckelentwurf polarisiert. Nun hat sich Bayerische Vorstand Martin Gräfer zum neuen offiziellen Referentenentwurf deutlich geäußert. Ideologisch motiviert, ohne Sachverstand und verfassungsrechtlich und europarechtlich unzulässig, lauten die Vorwürfe unter anderem. Der Kommentar im Wortlaut.

mehr ...

Immobilien

Baubranche: Boom setzt sich fort – Genehmigungen stagnieren

Im deutschen Bauhauptgewerbe geht die gute Konjunktur weiter. Trotz eines leichten Rückgangs im Vergleich zum Januar registrierten die Betriebe im Februar den höchsten jemals gemessenen Neuauftragswert für diesen Monat.

mehr ...

Investmentfonds

EY: Dax-Konzerne verdienen insgesamt weniger

Die Konjunkturabkühlung hinterlässt Spuren in den Bilanzen der deutschen Börsenschwergewichte. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Beratungs- und Prüfungsunternehmens EY.

mehr ...

Berater

Neuer IT-Vorstand bei der BCA

Der Maklerpool BCA hat mit Roman Schwarze einen Nachfolger für IT-Vorstand Christina Schwartmann gefunden, die Ende März auf eigenen Wunsch aus dem Unternehmen ausgeschieden ist.

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin untersagt Direktinvestments in Paraguay

Die Finanzaufsicht BaFin hat drei Angebote von Vermögensanlagen in Deutschland über den Kauf, die Pflege sowie die Verwertung von Edelholzbäumen untersagt. Anbieter ist die NoblewoodGroup.

mehr ...

Recht

WhatsApp-Party-Einladung kann teuer werden

Bereits zum zweiten Mal hatte ein Jugendlicher per WhatsApp zu einer großen Grillparty aufgerufen. Leider spielte die Polizei da nicht mit und unterband die Veranstaltung auf einem Grillplatz im Landkreis Heilbronn. Zudem kündigte die Beamten an, den finanziellen Aufwand für ihren aufwändigen Einsatz dieses Mal in Rechnung zu stellen. Für die Eltern dürfte der Spaß teuer werden, denn die Privathaftpflicht zahlt nicht.

mehr ...