3. November 2017, 12:51
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Blockchain: Finanzsektor fürchtet neue Technologie nicht

Die junge Blockchain-Technologie bietet der Finanz- und Versicherungsbranche neue Möglichkeiten und Herausforderungen. Einer aktuellen Studie zufolge sehen jedoch nur wenige Branchenvertreter die Technologie als Bedrohung für das eigene Geschäft.

Blockchain: Finanzsektor fürchtet neue Technologie nicht

Der sichere Austausch von Werten zwischen sich unbekannten Personen ist eine Stärke der Blockchain.

Nur zwölf Prozent der Vertreter von Banken, Versicherungen und sonstigen Finanzdienstleistern befürchten, dass die Blockchain-Technologie ihr Geschäft obsolet macht.

Das ergibt die Studie “Potenzialanalyse Blockchain” von Sopra Steria Consulting, für die 204 Fach- und Führungskräfte aus Unternehmen verschiedener Branchen befragt wurden.

Technologie vereinfacht Transaktionen

Der für die Finanz- und Versicherungsbranche wohl größte Vorteil der Blockchain sei die Möglichkeit Werte sicher auszutauschen ohne eine vertrauensstiftende Instanz zwischenzuschalten.

Transaktionen wie Zahlungsverkehr und Wertpapierhandel werden durch die Technologie jederzeit nachvollziehbar, was eine sichere Abwicklung zwischen einander unbekannten Personen ermöglicht, ohne dass ein Vermittler notwendig werde.

Wurden vorab vereinbarte Bedingungen erfüllt, sei es überdies möglich Transaktionen über Business-Regeln, sogenannte “Smart Contracts”, automatisch auszuführen.

Größere Sorge um Konkurrenz durch Fintechs

Nur die wenigsten Branchenvertreter glauben laut Sopra Steria Consulting jedoch, dass Banken, Versicherungen und andere Finanzdienstleister durch die Technologie ihre Daseinsberechtigung verlieren.

Geringfügig größer sei die Sorge um die aufkommende Konkurrenz durch Start-ups: Etwa 18 Prozent der Befragten fürchten den Verlust von Teilen ihrer Kundschaft an Fintechs oder Insurtechs mit eigenen Blockchain-Diensten.

Ein Beispiel für ein solches Startup sei das Berliner Unternehmen Bitwala, dessen Blockchain-Angebot den Geldtransfer ins Ausland erleichtert und somit zur Konkurrenz für etablierte Anbieter wird.

Seite zwei: Chancen durch neue Geschäftsmodelle

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Robo-Advisor: Die Zukunft der Geldanlage und Vorsorge

Das Investieren an der Börse gilt gerade in Zeiten des Niedrigzinses als attraktive Lösung für langfristiges Sparen. Doch nur etwa jeder sechste Deutsche über 14 Jahre besitzt Aktien oder Aktienfonds. Robo-Advisors unterstützen bei der praktischen Umsetzung und Verwaltung – von der Auswahl der Anlageklassen und Fonds bis zum Kauf. Was es dabei zu beachten gilt, weiß Andreas Wagner, Finanzexperte der Ideal Versicherung.

mehr ...

Immobilien

Geldpolitik im Euroraum: Alles neu unter Lagarde?

Während die EZB-Chefin die Geldpolitik im Euroraum umkrempeln will, ließ sie auf der ersten  Sitzung 2020 den Leitzins bei unverändert null Prozent und setzt auch die Anleihekäufe fort. Unterdessen gab es einen Rekord-Januar bei den Bauzinsen: Noch nie waren sie zu Jahresbeginn so niedrig. Wie es jetzt weitergeht.

mehr ...

Investmentfonds

Erstarkt Chinas Wirtschaft im Jahr der Ratte wieder?

Das chinesische Neujahrsfest ist zwar aufgrund des Corona-Virus abgesagt. Dennoch beginnt am Samstag das neue Jahr im Tierkreiszeichen der Ratte. Und während das Schwein, das Zeichen des vergangenen Jahres, als redlich und ehrlich beschrieben wird, gilt die Ratte als angriffslustig. Ein gutes Omen für die Kursentwicklung chinesischer Aktientitel?

mehr ...

Berater

Notfallvorsorge: Die 5 wichtigsten Vollmachten und Verfügungen

Jeder weiß, wie wichtig die Themen Notfallvorsorge und Vermögensnachfolge sind – zumindest in der Theorie. Schließlich dürfte jeder den Wunsch haben, dass für den Fall der Fälle die eigenen Interessen und die der engsten Vertrauten gewahrt bleiben. Die Realität sind indes sehr oft anders aus.

mehr ...

Sachwertanlagen

KPMG: 2019 Rekordjahr für Risikokapital in Deutschland und Europa

Die Summe der Risikokapitalinvestitionen hat in Deutschland und in Europa vergangenes Jahr neue Rekordhöhen erreicht. Dies ist umso bemerkenswerter, als der weltweite Trend 2019 rückläufig war. Die Zahl der „Einhörner“ steigt auf 110.

mehr ...

Recht

“Dieselgate”: Kanada verhängt Millionenstrafe gegen VW

Mehr als 30 Milliarden Euro an Rechtskosten hat die Affäre um manipulierte Abgaswerte zahlreicher Dieselautos den VW-Konzern bereits gekostet. Nun steigt die Rechnung weiter.

mehr ...