27. April 2017, 06:27
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BU-Schutz: Die fünf größten Irrtümer

Der Berufsunfähigkeitsschutz ist dem Konsens nach eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt. Allerdings verfügen immer noch zu wenig Menschen über eine BU-Police. Der GDV hat in einem Beitrag die fünf größten Irrtümer rund um den BU-Schutz zusammengefasst.

BU-Schutz

Der GDV geht auf gängige Irrtümer bei der BU-Absicherung ein.

In einer aktuellen Kolumne auf der Website des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) greift der Vorsitzende der GDV-Geschäftsführung Jörg von Fürstenwerth landläufige Irrtümer rund um den Berufsunfähigkeitsschutz (BU) auf und entkräftet sie.

Irrtum 1: “Mich trifft es nicht”
Dies sei insbesondere die Einstellung vieler junger, gesunder Menschen. Allerdings belegten Zahlen der gesetzlichen Rentenversicherung, dass rund 25 Prozent der Erwerbstätigen ihre berufliche Aktivität einschränken oder aufgeben müssten. Dies habe für die Betroffenen meist gravierende finanzielle Folgen.

Irrtum 2: Der BU-Schutz ist schwer zu haben
Nach eigenen Analysen des GDV folge auf 94 Prozent aller Anträge ein Versicherungsangebot. Zwar könne es im Rahmen der Risikoprüfung noch zur Ablehnung eines BU-Antrags kommen, allerdings könnten Interessenten gegensteuern, indem sie sich bereits in jungen Jahren versicherten. Je früher eine BU abgeschlossen werde, desto geringer sei die Wahrscheinlichkeit einer relevanten Vorerkrankung. Von Fürstenwerth weist zudem auf die hohe Bedeutung einer umfassenden und richtigen Beantwortung der Gesundheitsfragen hin. Bei Falschangaben riskiere der Versicherte den BU-Schutz.

Irrtum 3: Im Leistungsfall bockt der Versicherer
Zahlen des GDV zufolge sei bei 77 Prozent der circa 62.000 Leistungsanträge im Jahr 2014 der Leistungsfall anerkannt worden. Zudem seien beim Ombudsmann für Versicherungen im Jahr 2015 lediglich circa 400 Beschwerden in Verbindung mit Berufsunfähigkeitspolicen eingegangen.
Darüber hinaus schaltete die Assekuranz nur bei rund sechs Prozent aller BU-Fälle einen Gutachter ein. In 60 Prozent dieser Anträge wurde die BU vom Gutachter bestätigt und führte zur Leistung des Versicherers.

Seite zwei: Sind BU-Policen unnötig kompliziert?

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1 Kommentar

  1. Der wahrscheinlich größte Irrtum sind die Angaben zu angenommenen Anträgen als auch zu Leistungsregulierung. Dies zu widerlegen würde man erreichen, würde man Transparenz schaffen. In der Transparenzinitiative haben die vier Anbieter, die sich derzeit in der Illustrierten Stern positionieren der Transparenz verweigert. Woher also diese Zahlen, wenn ich wieder eigene Angaben die nicht zu prüfen sind? Irgendwas läuft falsch!

    Kommentar von Frank Dietrich — 27. April 2017 @ 08:21

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