10. Oktober 2017, 17:02
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Cyber-Attacken: Deutsche Unternehmer ohne ausreichenden Schutz

Trotz der Zunahme an Cyber-Angriffen haben bisher nur wenige deutsche Unternehmen eine Cyberversicherung abgeschlossen. Laut einer aktuellen Untersuchung hat sich fast jeder dritte Geschäftsführer noch zu wenig mit Cyberrisiken beschäftigt.

Cyber-Attacken: Deutsche Unternehmer ohne ausreichenden Schutz

Nur zwei Drittel der seutschen Unternehmen haben sich bisher mit Cyberrisken beschäftigt.

Die Zahl der Cyber-Attacken in Deutschland steigt und mit ihr die Notwendigkeit für Unternehmen, sich vor den finanziellen Folgen zu schützen. Dennoch hat bisher nur eine geringe Anzahl deutscher Unternehmen eine Cyberversicherung abgeschlossen.

Im Rahmen einer Marktanalyse für eine Masterarbeit ist der Versicherer Axa in Zusammenarbeit mit der Masterstudentin Vanessa Gräber von der Fachhochschule Dortmund nun der Frage nachgegangen, warum sich die Unternehmen noch nicht um ausreichenden Schutz bemüht haben.

Nur zwei Drittel haben sich bisher mit Cyberrisken beschäftigt

“Wir haben deutschlandweit 66 Geschäftsführer mittelständischer Unternehmen  mit einem Jahresumsatz größer 50 Millionen Euro intensiv befragt”, sagt Vanessa Gräber. Die Hälfte der Befragten schätzt demnach die Gefährdung des Unternehmens durch Cyberrisiken als stark oder sogar existenziell ein.

Dennoch haben sich der Befragung zufolge lediglich zwei Drittel bereits intensiv mit den Auswirkungen eines Cyber-Angriffs beschäftigt. 33 Prozent geben demnach an, sich bislang nur wenig oder gar nicht mit dem Thema befasst zu haben.

 Alle Unternehmen mit Schnittstellen zum Internet verwundbar

“Das deckt sich auch mit unseren Erfahrungen”, sagt Dirk Kalinowski, Experte für Cyberversicherungen bei Axa. “In Gesprächen erleben wir regelmäßig, dass Kunden glauben, ihre Daten und Systeme seien gar nicht interessant genug für einen Cyber-Angriff.”

Das ist jedoch ein Irrtum, meint Kalinowski. Im Grunde sei jedes Unternehmen mit Schnittstellen zum Internet verwundbar. Auch 46 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, bereits negative Erfahrungen mit Cyberangriffen gemacht zu haben. Allerdings sagen auch 84 Prozent, dass die Attacke nur geringe Auswirkungen hatte.

“Das könnte auch der Grund dafür sein, warum nur 43 Prozent angeben, dass sie bereits ein gezieltes Risikomanagement hinsichtlich Cyberrisiken betreiben”, sagt Gräber. Weitere 13 Prozent erklären demnach, dass ein Risikomanagement derzeit implementiert wird.

Seite zwei: Unternehmer halten Absicherung für wichtig

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Heß, WWK: „Verzahnung von Vertrieb und Marketing ist essentiell“

Die WWK hat Thomas Heß zum Bereichsleiter des Marketings der WWK und zum Organisationsdirektor für die neu geschaffene Sonderdirektion des WWK Partnervertriebs ernannt. Cash. sprach mit dem ausgewiesenen Marketing- und Vertriebsexperten über das enorme Aufgabenspektrum, den Erfolg bei Riester und die Herausforderungen im Markt.

mehr ...

Immobilien

Squeeze-out bei der Isaria Wohnbau AG

Die Hauptaktionärin der Isaria Wohnbau AG, ein mit dem US-amerikanischen Lone Star Funds verbundenes Unternehmen, will die Isaria komplett übernehmen und initiiert ein “Squeeze-out”, also das Herausdrängen der Minderheitsaktionäre.

mehr ...

Investmentfonds

Die größten Unternehmen zahlen am wenigsten Steuern

Das globale Steuersystem belohnt die Unternehmen beim Erreichen einer Größe, was sich eigentlich negativ auf die Gesellschaft selbst auswirkt, weil dadurch die Ungleichheit gefördert wird, ein wichtiger Vektor für die Verbreitung des Coronavirus. Ein Beitrag von Dr. Sandy Brian Hager und Joseph Baines.

mehr ...

Berater

Versicherung gegen Betriebsschließung: “Keine unbedachten Entscheidungen treffen”

Im Rahmen des jüngsten Streits um das Thema Betriebsschließungsversicherungen zwischen Versicherern und Versicherten, ausgelöst durch die Corona-Pandemie, nehmen Stephan Michaelis und Boris-Jonas Glameyer von der Kanzlei Michaelis aus Hamburg Stellung.

mehr ...

Sachwertanlagen

Deutsches Solar-Unternehmen Hep kauft US-Projektentwickler

Der Entwickler von Solarparks und Fondsanbieter Hep aus Güglingen kauft den US-amerikanischen Projektentwickler Peak Clean Ernergie mit einer Projektpipeline von mehr als 4.000 Megawatt – inklusive 400 Megawatt Projekte nahe Baureife. Zugriff darauf hat zunächst ein aktueller Hep-Spezialfonds.

mehr ...

Recht

Zahlungsnot durch Corona: So sparen Versicherte jetzt Kosten

Die Corona-Krise versetzt viele Menschen in Zahlungsprobleme. Einige Versicherer reagieren mit Kulanzregeln und Sonderlösungen. Die besten Tipps: So sparen Versicherte jetzt Kosten.

mehr ...