„Die Bürgerversicherung darf nicht kommen“

Die Pläne der SPD für eine Bürgerversicherung waren das zentrale Thema auf dem diesjährigen PKV-Forum der Continentale in Köln. Dass sie nach der Bundestagwahl tatsächlich eingeführt wird, erwartet kaum einer der Referenten.

 Dr. Martin Albrecht Prof. Dr. Norbert Klusen Dr. Marcus Kremer Dr. Volker Leienbach Prof. Dr. Jürgen Wasem Continentale Info-Marktes Köln, Gürzenich, Deutschland, Date shotfdbhdbdb.09.2017 Time shot :- 10:39:00
Der FDP-Politiker Alexander Graf Lambsdorff sprach sich dafür aus, das duale System und die Wahlfreiheit zu erhalten.

Auf dem Podium herrschte weitgehend Einigkeit darüber, dass die Gesundheitsversorgung in Deutschland durch die Einführung der Bürgerversicherung („Ein Thema, mit dem die SPD bisher noch jede Wahl verloren hat“, so Continentale-Chef Dr. Christoph Helmich) nicht gerechter werden würde.

Prof. Dr. Jürgen Wasem, Gesundheitsökonom an der Universität Duisburg-Essen, wies darauf hin, dass die Bürgerversicherung sowohl im Vertrieb als auch in der Verwaltung Arbeitsplätze kosten werde. Allerdings würden auch neue Arbeitsplätze in der Bürgerversicherung entstehen. Es seien Beschäftigungseffekte in beiden Systemen zu erwarten.

Vertrieb wäre sofort betroffen

Nach Einschätzung von Dr. Martin Albrecht, Geschäftsführer und Bereichsleiter Gesundheitspolitik beim Ibes Institut, würde der Beschäftigungsverlust im Vertrieb sofort nach Einführung der Bürgerversicherung beginnen, in der Verwaltung wäre dies erst später der Fall, da die Bestandskunden noch weiter betreut werden müssten.

Seite zwei: Lambsdorff will duales System verteidigen

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