7. Februar 2017, 11:39
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DRV-Präsidentin warnt vor Übertreibungen bei Altersarmut

Die neue Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung (DRV), Gundula Roßbach, hat vor “pauschalen Horrorszenarien” beim Thema Altersarmut gewarnt. Zudem verteidigt sie auch die Riester-Rente gegen Pauschalkritik.

DRV-Präsidentin warnt vor Übertreibungen bei Altersarmut

DRV-Präsidentin Gundula Roßbach: “Ich bin kein Freund davon, zu sagen, wir koppeln den Eintritt in die Rente automatisch an die Lebenserwartung.”

Auch wenn das Rentenniveau im nächsten Jahrzehnt sinke, heiße das noch lange nicht, “dass wir eine massenhafte Altersarmut in Zukunft befürchten müssen”, sagte sie der “Süddeutschen Zeitung” (Dienstag).

Roßbach: Höheres Rentenniveau kein Allheilmittel

Nötig sei es aber, bei bestimmten Gruppen anzusetzen: Erwerbsminderungsrentnern, Solo-Selbständigen mit unstetigen Erwerbsbiografien, Langzeitarbeitslosen und Geringverdienern, die kaum vorgesorgt haben.

Ein höheres Rentenniveau sei für deren Probleme aber “kein Allheilmittel”. Roßbach verteidigte auch die Riester-Rente gegen Pauschalkritik: “Wer richtig spart, den Vertrag nicht vorzeitig stilllegt, die Produkte genau miteinander vergleicht und einen kostengünstigen Anbieter findet, kann von der Riester-Rente profitieren”, sagte sie.

Roßbach: Erhöhung des Renteneintrittsalters verfrüht

Das Renteneintrittsalter über 67 Jahre hinaus zu erhöhen, hält sie für verfrüht. “Ich bin kein Freund davon, zu sagen, wir koppeln den Eintritt in die Rente automatisch an die Lebenserwartung. Bei einer solchen automatischen Festlegung der Altersgrenze wird übersehen, dass sich die wirtschaftliche Lage oder die gute Situation am Arbeitsmarkt ändern kann”, erklärte sie.

Einen solchen Vorschlag hatte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) eingebracht. (dpa-AFX)

Foto: Bildarchiv DRV Bund/Chaperon

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1 Kommentar

  1. Behütetes Mädchen mit null Ahnung! Schöner Job der bestimmt auch kein Gefühl für die Realität für die Unterschicht benötigt. Verwaltungsarbeit ist halt super, gell.
    Alleinerziehende Mutter sein mit einem Kind ohne Geld vom Vater weniger. Rentnerin nach 45 Jahren Arbeit und € 600.- auch nicht. Die wenigen können Sie sicher an einem Händchen abzählen. Die Sozialdienste übertreiben maßlos und haben wirklich keine Ahnung.

    Kommentar von Wilfried Strassnig Versicherungsmakler — 22. Februar 2017 @ 19:31

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