Anzeige
25. September 2017, 06:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Wir werden deutlich weniger Vermittler als heute haben”

Die nationalen Umsetzungen der europäischen Richtlinien IDD und Mifid II verschärfen die Rahmenbedingungen für Vermittler deutlich. Unternehmensberater Hans Peter Wolter hat mit Cash. darüber gesprochen, wie die Regulierung den Versicherungsvertrieb verändern werden und wie sich Vermittler zukunftssicher aufstellen können.

Wir werden deutlich weniger Vermittler als heute haben

Cash.: Mit welchen konkreten Auswirkungen haben die Vermittler Ihrer Ansicht nach zu rechnen?

Wolter: Die Auswirkungen betreffen meines Erachtens den gesamten Prozessgang. Das beginnt mit der Bereitstellung von Informationen für den Kunden: Die Art der Beratung, Kosten der Beratung, das Produktuniversum, die Vergütung der Beratung sowie mögliche Interessenkonflikte.

Dann folgt die detaillierte Analyse des Kunden und seiner Situation, um zu einem Anlegerprofil zu gelangen, das auch die Risikotragfähigkeit des Kunden beinhaltet.

In der anschließenden Produktauswahl müssen sich die Wünsche und Bedürfnisse des Kunden widerspiegeln. Handelt es sich beim Produkt um ein Versicherungsanlageprodukt, ist dem Kunden ab dem 1. Januar 2018 ein Basisinformationsblatt PRIIPS auszuhändigen

Sollte es an dieser Stelle zu Fragen kommen, sind diese naturgemäß wahrheitsgetreu zu beantworten.

Das ist aber unter einem Aspekt der persönlichen Beratungshaftung nur dann möglich, wenn die Inhalte vollständig verstanden sind. Und hier schließt sich dann der Kreis der Notwendigkeit weitgehender Zusatzqualifikation.

Zwar sind die Produktgeber durch die IDD-Umsetzung gehalten, für jedes Produkt einen Zielmarkt zu definieren, aber der alleinige Bezug auf diesen Zielmarkt dürfte den Intentionen der Regulierung bei Weitem nicht genügen.

 

Seite zwei: “Qualifizierung ist der Schlüssel zum Erfolg”

Weiter lesen: 1 2

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

1 Kommentar

  1. Typisches Gerede wie seit 10 Jahren. Hat man vor 10 Jahren schon erzählt, dass die, die sich qualifizieren usw. die Gewinner sein werden. Und heute? Kein Schritt weiter! Weder aus Sicht der Verbraucher noch der Vermittlersicht. In 10 Jahren wird der selbe Quatsch erneut erzählt, falls Google und Co die Vermittlung noch nicht vollkommen übernommen haben. Qualität in der Beratung heute? Der Fortschritt wurde mehr als aufgefressen durch die Bürokratisierung, Bevormundung und Regulierung, die eine extreme Komplexität mit sich bringen. Der Markt wird sich spalten wie in allen anderen Branchen: Premiumdienstleister und Massenmarkt. Nur beides braucht keine 45000 Makler und 180.000 AO-Vermittler. Vielleicht 15% davon. Nun gut, die Hälfte ist in 10 Jahren dann eh in Rente. Dann müssten sich evtl. noch 35% einen neuen Job suchen. Gewinner wird die AO sein, und vllt. schaffen es einige wenige Premiumdienstleister. Der Rest wird Geschichte sein. Qualifikation spielt dabei keine Rolle.

    Kommentar von DerVolkswirt — 26. September 2017 @ 21:46

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 09/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

PKV – Nachhaltige Geldanlage – Wohnen auf Zeit – Hitliste der Maklerpools

Ab dem 16. August im Handel.

Special Investmentfonds

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Nachhaltig anlegen: Mehr Rendite mit gutem Gewissen
Gewinne im Fokus: Die besten Dividenden-Fonds

Versicherungen

Assekuranz 4.0: Wie der Sprung in die Zukunft gelingt

In zehn bis fünfzehn Jahren wird die Branche kaum wiederzuerkennen sein. Welche Änderungen und Herausforderungen auf die einzelnen Geschäftsbereiche jetzt zukommen.

Gastbeitrag von Dr. Holger Rommel, Adcubum AG und Vincent Wolff-Marting, Versicherungsforen Leipzig

mehr ...

Immobilien

Bauboom schließt Lücken auf dem Wohnungsmarkt nicht

Auf dem Bau in Deutschland herrscht Hochkonjunktur – trotzdem mangelt es an bezahlbarem Wohnraum in Ballungsräumen. Die aktuelle Entwicklung reicht nicht aus, um den Bedarf zu decken, konstatieren die Immobilienverbände und mahnen weitere Maßnahmen an.

mehr ...

Investmentfonds

Türkei-Krise: Nach 2008 haben sich Anleger viel Hornhaut zugelegt

Die Währung ist der Aktienkurs eines Landes. Angesichts des aktuellen dramatischen Verfalls der türkischen Lira haben wir es also mit einem “Mega-Aktiencrash” zu tun. Dabei war das Land früher ein wahrer Outperformer, ein Aktienstar. In seiner Amtszeit als Ministerpräsident ab 2002 hat ein gewisser Herr Erdogan eine marode türkische Volkswirtschaft mit harten Wirtschaftsreformen in eine blühende Landschaft verwandelt. Doch dann wiederholten sich die typischen Fehler von Schwellenländern. Die Halver-Kolumne

mehr ...

Berater

Neue Bestmarke von Fonds Finanz

Der Münchner Maklerpool Fonds Finanz meldet einen positiven Verlauf für das Geschäftsjahr 2017 mit erneut gestiegenem Umsatz.

mehr ...

Sachwertanlagen

Zweitmarkt-Börse forciert ihre Erstmarkt-Aktivität

Die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG hat ihre Website Erstmarkt.de einem Relaunch unterzogen und unternimmt einen Neustart mit zunächst fünf Fonds. Zielsetzung ist der Online-Vertrieb neuer Publikums-AIFs.

mehr ...

Recht

Umsatzsteuerkartell aufgeflogen – Betrug im größten Stil

Jahrelang wurde ermittelt. Nun wird ein Riesenerfolg im Kampf gegen Steuerhinterziehung vermeldet. Die Betrüger hatten es auf einen begehrten Rohstoff abgesehen. Der Schaden könnte mehrere 100 Millionen Euro betragen.

mehr ...