Anzeige
Anzeige
15. Februar 2017, 06:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Pflege: PSG II und alles wird gut?

Das Pflegestärkungsgesetz II (PSG II) ist zum 1. Januar 2017 in Kraft getreten und hat für viel Wirbel auf dem Vermittlermarkt gesorgt. Denn die Umstellung von Pflegestufen auf Pflegegrade hat dazu geführt, dass alle Pflegezusatztarife angepasst oder gleich neu aufgelegt wurden.

Gastbeitrag von Jan Dinner, Insuro Maklerservice

Pflege: PSG II und alles wird gut?

“Makler müssen merken, ob der Kunde mit dem Thema Pflege eher rational oder emotional umgeht und ein entsprechendes Ansprachekonzept auswählen.”

Die Verunsicherung beim Vermittler ist groß und der Absatz von Pflegetagegeldpolicen stagniert seit Anfang 2017. Doch der Pflegemarkt hat sich nicht wirklich verändert. Das Begutachtungsverfahren und die Berechnungsgrundlagen der Tarife sind neu – was bleibt, ist die Notwendigkeit einer Pflegezusatzversicherung.

Konservativen Schätzungen zur Folge wird bis 2030 die Zahl der Pflegebedürftigen auf über 3,5 Millionen wachsen. Diese Zahl der prognostizierten Leistungsempfänger wird durch die Einführung des Pflegegrades 1 sogar noch zusätzlich um mindestens weitere 500.000 steigen. Die Zusatzbelastung für die gesetzliche Pflegeversicherung ist enorm.

PSG II soll Pflegebedürftige finanziell entlasten

Bereits zum Jahreswechsel wurden die Beitragssätze angepasst und auch Ende dieses Jahres wird der Satz schon wieder planmäßig angehoben. Das PSG II soll Pflegebedürftige und deren Angehöre finanziell entlasten. Dies ist jedoch nicht immer der Fall.

Zwar gilt für alle, die zum 1. Januar 2017 bereits eine Pflegestufe haben, ein sogenannter Bestandsschutz, dieser verbietet bei aktuellen Pflegefällen, die Zuwendungen zu kürzen. Dies gilt jedoch nicht für diejenigen, die ab 2017 erstmalig einen Pflegegrad beantragen.

Leistungen für voll-stationäre Betreuung massiv gekürzt

Hier kann es zu höheren, aber auch zu wesentlich geringeren Zahlungen seitens der gesetzlichen Pflegeversicherung kommen, als dies nach dem alten Leistungsgefüge nach Pflegestufen der Fall gewesen wäre. Dies gilt insbesondere für die niedrigen Pflegegrade. Der sogenannte “einrichtungseinheitliche Selbstbehalt” sorgt dafür, dass Kunden in den Pflegegraden 2 bis 5 immer dieselbe monatliche Zuzahlung im stationären Bereich tätigen müssen.

Im Pflegegrad 2 wurden Leistungen für die voll-stationäre Betreuung im Pflegeobjekt massiv gekürzt, um die ambulante Pflege zu unterstützen und weiter auszubauen. Dies liegt vor allem daran, dass viel zu wenige Pflegeeinrichtungen für den weiter steigen Bedarf bestehen.

Seite zwei: Ü50-Kunden investieren in Pflege

Weiter lesen: 1 2 3

Anzeige
Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Betriebliche Krankenversicherung - Mobile Asset Fonds - Immobilienpreise - Nachfolgeplanung

Ab dem 14. September im Handel.

 

Rendite+ 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Ferienimmobilien - Niedrigzinsen - Preisrallye Gewerbeimmobilien - Immobilienkredite

Versicherungen

Zurich mit neuer Kurzzeit-Police für Porsche-Kunden

Die Zurich Gruppe bietet speziell für Porsche-Fahrer ab sofort neue Kurzzeit-Policen an, die online bei Porsche abgeschlossen werden können. Dabei läuft der gesamte Prozess von der Antragstellung, dem Bezahlvorgang per PayPal-Kreditkarte und Sofortüberweisung bis hin zur Schadenregulierung komplett digital ab.

mehr ...

Immobilien

Rekordumsatz am deutschen Immobilienmarkt

Mit Verkäufen im Wert von 225,4 Milliarden Euro wurde im vergangenen Jahr nach einer Analyse des Researchinstituts Gewos ein neuer Rekordumsatz am deutschen Immobilienmarkt erzielt. Auch in 2017 werde sich der Anstieg fortsetzen, in 2018 allerdings abschwächen.

mehr ...

Investmentfonds

Bundestagswahl: “Positive Schlüsse sind voreilig”

‘Die kleinen Parteien sind die großen Gewinner’, so sehen Vermögensverwalter und Investmentmanager das Wahlergebnis der Bundestagswahl. Cash. hat die Statements einiger Gesellschaften stellvertretend zusammengefasst. Was erwarten sie für die Wirtschaftspolitik und welche Ratschläge geben sie Anlegern?

mehr ...

Berater

Kein Vermittler kann sich hinter Mifid II verstecken

Neben der IDD-Umsetzung ist die Regulierung nach Mifid II die zweite große Gesetzesänderung für den Finanzvertrieb im kommenden Jahr. Vermittler sind aber gut beraten, über den Mifid-Tellerrand hinauszublicken. Selbst Versicherungsvermittler könnten eines Tages betroffen sein. Gastbeitrag von Oliver Renner, Rechtsanwälte Wüterich Breucker

mehr ...

Sachwertanlagen

G.U.B. Analyse: „A“ für DFV Hotel Weinheim

Das Hamburger Analysehaus G.U.B. Analyse bewertet den Fonds „DFV Hotel Weinheim“ der HKA Hanseatische Kapitalverwaltung AG aus Hamburg mit insgesamt 81 Punkten. Das entspricht dem G.U.B.-Urteil „sehr gut“ (A).

mehr ...

Recht

Das können Vermieter von der Steuer absetzen

Wer eine Immobilie vermietet, erzielt nicht nur Mieteinnahmen, sondern muss auch eine Reihe von Kosten tragen. Cash. gibt einen Überblick über die wichtigsten Positionen, die von der Steuer abgesetzt werden können.

mehr ...