22. August 2017, 14:47
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GKV: PKV-Verband gegen Wahlrecht für Beamte

Der Verband der privaten Krankenversicherung lehnt das in Hamburg geplante Wahlrecht für Beamte ab. Junge Beamte, Berufseinsteiger und Umsteiger aus der Privatwirtschaft sollen sich dort künftig ohne finanzielle Nachteile gesetzlich krankenversichern können. Sie sollen wie andere Arbeitnehmer die Hälfte ihrer Beiträge erstattet bekommen.

GKV: PKV-Verband gegen Wahlrecht für Beamte

Volker Leienbach ist Direktor des Verbandes der Privaten Krankenversicherung.

“Beamte haben in der Kombination von Beihilfe plus PKV einen umfassenden Anspruch auf die beste ärztliche und zahnärztliche Versorgung inklusive medizinischen Innovationen”, zitiert die “Süddeutsche Zeitung” (SZ) Verbandsdirektor Volker Leienbach. Ein Wahlrecht sei der Einstieg in die Einheitskasse.

Nach Einschätzung von Klaus Jacobs, Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Instituts der AOK, stehen Beamte in der gesetzlichen Krankenkasse aber so gut da wie bei den Privaten.

Beihilfe erstattet Teil der Krankheitskosten

“Gerade im großen Bereich der beihilfeberechtigten Beamten kann von einer Besserstellung durch den Privatpatientenstatus keine Rede sein”, so Jacobs in der “SZ”. “In Wirklichkeit ist es so, dass sich die Beihilfestellen fast eins zu eins am Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen orientieren.”

Bislang erhalten Beamte über die Beihilfe einen Teil ihrer Krankheitskosten erstattet und müssen den Rest über eine private Krankenversicherung abdecken. Das kann vor allem für Familien mit Kindern und für chronisch Kranke deutlich teurer sein. (kb/dpa-AFX)

Foto: PKV-Verband

2 Kommentare

  1. Da stellt sich nur mehr die Frage, was Hr. Jacobs bei der Erstellung solcher Berichte trinkt.Über die Beihilfe erreichen die meisten Beamten zum Beispiel eine Zahnersatzleistung die selbst von vielen “normal” Privatversicherten nicht erreicht wird. Im Gegensatz zu Angestellten und Selbständigen zahlt der Beamte für Familienmitversicherte

    Kommentar von Wilfried Strassnig Versicherungsmakler — 23. August 2017 @ 08:54

  2. Kommunen haben null Ahnung über die hohen Kosten für Beamte.
    Diese gehen früher in den Ruhestand, leben deutlich länger, deswegen vor allem sind hohe Kosten im Alter zu erwarten und haben mehr Kinder. Bisher fehlen aktuell für die Beamten im Ruhestand mindestens 1 Billion Euro, da rechtswidrig fast keine Rückstellung von den Behörden gebildet wird. Vielleicht ein müder Versuch die Kosten der Rücklagen den mitversicherten in der GKV aufzudrücken und unsere Kinder und Enkel (Steuerzahler) zu entlasten? Auf jeden Fall grob fahrlässig. Da trifft es sich gut, wenn Politiker nicht für diesen groben Unsinn haften.
    Auf jeden Fall steigen die Kosten schon allein wegen der zusätzlichen Bürokratie. Wer kann das den folgenden Generationen wirklich sehenden Auges aufbürden.

    Kommentar von Wilfried Strassnig Versicherungsmakler — 23. August 2017 @ 07:46

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