Erfolgreiches Jahr für R+V-Versicherung

Die R+V-Versicherung hat in Wiesbaden ihre Ziele bis 2022 vorgestellt sowie die Geschäftszahlen des vergangenen Jahres. Die Versicherung plant, das Online-Geschäft auszubauen und in die Digitalisierung zu investieren.

Hauptsitz von R+V am Raiffeisenplatz 1 in Wiesbaden; Foto: R+V
Hauptsitz von R+V am Raiffeisenplatz 1 in Wiesbaden

Die R+V-Versicherung treibt ihr Onlinegeschäft voran und setzt bei den Kunden zunehmend auch auf Videoberatung. Vorstandschef Norbert Rollinger sprach am Dienstag in Wiesbaden von einem deutlichen Ausbau der Produktpalette sowie einer noch stärkeren Verknüpfung von persönlicher und digitaler Beratung. Diese Entwicklung spiegele sich auch bei den neu eingestellten Mitarbeitern wider.

Mehr als 100 Millionen Euro will die Versicherung, die zu den Volks- und Raiffeisenbanken gehört, in den nächsten Jahren in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens investieren. Dazu gehört auch eine stärkere Digitalisierung.

Mehr Mitarbeiter und Kunden

Ziel des Managements ist es, bis zum 100-jährigen Firmenjubiläum im Jahr 2022 die Beitragseinnahmen auf 20 Milliarden Euro zu steigern. Mit den Rekordwerten 2017 beim Ergebnis und den Beitragseinnahmen sei das Unternehmen diesem Ziel ein großes Stück näher gekommen, sagte Rollinger.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Versicherung die gebuchten Bruttobeiträge im Konzern um fast vier Prozent auf 15,3 Milliarden Euro gesteigert. Der Konzerngewinn vor Steuern ging im Jahresvergleich um fast 17 Prozent auf 795 Millionen Euro nach oben.

Die Zahl der Kunden kletterte nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden um rund 100.000 auf mehr als 8,4 Millionen. Bei den Mitarbeitern habe es im Inland ein Plus von 220 auf 15.341 Beschäftigte gegeben.

„Lebensversicherung gesund“

Alle Geschäftsbereiche hätten zu dem Wachstum beigetragen, sagte der Manager. Auch bei den Lebens- und Pensionsversicherungen habe es beim Neubeitrag eine Steigerung um 1,9 Prozent gegeben.

„Die Lebensversicherung ist bei uns gesund“, betonte Rollinger. Es gebe keine Pläne, Altbestände zu verkaufen. Für den stärksten Rückenwind 2017 habe insgesamt die Rückversicherung gesorgt.

Zum Start ins laufende Geschäftsjahr konnten die Beiträge in den ersten beiden Monaten nach seinen Angaben um 7,1 Prozent gesteigert werden. Zugleich seien 130 neue Mitarbeiter gerade auch für das digitale Geschäft eingestellt worden.

Einen konkreten Ausblick für 2018 wollte der Manager trotz des guten Jahresstarts nicht vorlegen. Es werde ein erneutes Wachstum angepeilt. Das hänge aber stark von der Entwicklung des Lebensversicherungsgeschäftes ab. (dpa-AFX)

Foto: R+V

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