Pflege: Angehörige fühlen sich schlecht informiert

Darüber hinaus sei es möglich, dass die geringe Wahrnehmung und Nutzung aus mangelndem Wissen über die möglichen Leistungen der Pflegeversicherung resultieren.

So haben sich 44 Prozent der Studien-Teilnehmer nicht wirklich gut über ihre Ansprüche informiert, während 33 Prozent dieses Informationsdefizit in Bezug auf die Ansprüche des Pflegebedürftigen aus der Pflegeversicherung  sehen.

Suhr kommentiert dies: „Professionelle Beratung ist ein zentraler Schlüssel zu guter Pflege. Denn: wer weiß, welche Leistungen man bekommen kann und sie dann gezielt nutzt, kann die Pflege bestmöglich organisieren.“

Mehr Beratung und Schulung notwendig

Aus diesem Grund seien Pflegeberatung und Pflegeschulungen äußerst wichtig, da pflegende Angehörige auf solche kostenlosen Angebote einen Anspruch haben.

Der Studie zufolge ist die Nutzung dieser Angebote noch stark ausbaufähig – Pflegeberatungen haben beispielsweise deutlich weniger als die Hälfte (42 Prozent) der Befragten genutzt. Ein kostenloser Pflegekurs sei sogar nur von acht Prozent besucht worden.

„Das ist mit Sicherheit viel zu wenig, gerade angesichts der besonderen gesundheitlichen Belastungen, denen pflegende Angehörige oft ausgesetzt sind“, sagt Suhr. (bm)

Foto: Shutterstock

 

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