Anzeige
Anzeige
24. August 2018, 14:28
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Rente: Ministerium dementiert Bericht zu angeblichen Steuererhöhungen

Das Bundesfinanzministerium hat einen Bericht des Nachrichtenmagazins “Spiegel” zu Überlegungen über mögliche Steuererhöhungen zur Stabilisierung des Rentenniveaus zurückgewiesen.

Rente: Ministerium dementiert Bericht zu angeblichen Steuererhöhungen

Bundesfinanzminister Scholz (SPD) hatte sich dafür ausgesprochen, das Rentenniveau bis 2040 zu garantieren.

“Es gibt keine Berechnungen zu den Überlegungen des Ministers und auch keine Pläne, den Abbau des Solidaritätszuschlags zu kippen”, sagte ein Sprecher von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) am Freitag.

Der “Spiegel” hatte unter Berufung auf Kreise des Finanzministeriums berichtet, Scholz sei bereit, für die Stabilisierung des Rentenniveaus die Beiträge zur Alterssicherung und die Steuern “kräftig” zu erhöhen. Ein höheres Renteneintrittsalter lehne er dagegen ab.

Doch kein Soli-Abbau?

In den Kreisen heiße es, die Steuern müssten erhöht werden, um den steigenden Rentenzuschuss aus der Bundeskasse zu finanzieren, schreibt der “Spiegel”. Im Haus von Scholz kursierten dazu “konkrete Vorschläge”.

So könnte der bereits beschlossene Abbau des Solidaritätszuschlags wieder rückgängig gemacht werden. Dieser hat ein Aufkommen von insgesamt rund 20 Milliarden Euro.

Dieses Geld könnte ab 2025 in das Alterssicherungssystem fließen. Denkbar sei den Überlegungen zufolge auch eine höhere Mehrwertsteuer, so das Magazin. Scholz hatte sich dafür ausgesprochen, das Rentenniveau bis 2040 zu garantieren.

“Nationale Kraftanstrengung”

Im Koalitionsvertrag ist festgelegt, dass bis 2025 ein Rentenniveau von 48 Prozent im Vergleich zum Durchschnittsverdienst garantiert wird. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte auf eine Kommission verwiesen, die Vorschläge für die Zeit nach 2025 erarbeiten soll.

Die SPD hatte sich in ihrem Wahlprogramm dafür ausgesprochen, das Rentenniveau bis 2030 mindestens auf dem heutigen Niveau von 48 Prozent zu stabilisieren. Eine dauerhafte Stabilisierung des Rentenniveaus sei eine “nationale Kraftanstrengung”.

Weiter hieß es im SPD-Wahlprogramm: “Die Stabilisierung des Rentenniveaus erfordert erhebliche Mittel und wird neben moderat höheren Beiträgen durch einen höheren Steuerzuschuss zur Rentenversicherung und einen neuen Demografiezuschuss finanziert.” (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

 

Mehr Beiträge zum Thema Rente:

Renten-Klassenkampf von rechts

Altersarmut: Immer mehr Rentner müssen arbeiten

Sozialverband VdK: Mütterrente nicht auf Grundsicherung anrechnen

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Ab dem 22. November im Handel.

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Versicherungen

Welche Themen bei Google in 2018 besonders gefragt waren

Wer wissen will, was die Menschen hierzulande über das Jahr bewegt hat, bekommt in der Jahresauswertung des Suchmaschinen-Giganten Google einen guten Überblick.

mehr ...

Immobilien

Klimaschutz: Fünf Maßnahmen für den Kurswechsel

Anlässlich der entscheidenden Schlussphase der Weltklimakonferenz im polnischen Katowice mahnt Axel Gedaschko vom Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW einen dringenden Kurswechsel bei der Klimapolitik im Gebäudebereich an.

mehr ...

Investmentfonds

Hans-Werner Sinn: Merkel könnte Brexit verhindern

Angela Merkel könnte zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, wenn sie den Brexit verhindert. Davon ist Hans-Werner Sinn im Interview mit “Börse Online” überzeugt. Sie habe die Chance, mit einem historischen Erfolg in die Geschichtsbücher einzugehen.

mehr ...

Berater

Top Zehn der Neujahrsvorsätze

An sich selbst arbeiten, das wollen im kommenden Jahr über 70 Prozent der Deutschen. Dazu gehört neben gesünder leben und abnehmen auch fürs Alter vorzusorgen. Das sind die zehn wichtigsten Neujahrsvorsätze der Deutschen:

mehr ...

Sachwertanlagen

Erstes Urteil zur P&R-Vermittlung: Es war “execution only”

Das Urteil des Landgerichts Ansbach, das die Klage einer Anlegerin gegen einen Vermittler von P&R-Containern abgewiesen hat, liegt nun schriftlich vor. Demnach gab es in dem Fall einige Besonderheiten.

mehr ...

Recht

Betriebliche Hinterbliebenenrente darf gekürzt werden

Sieht eine Versorgungsregelung vor, dass die Hinterbliebenenversorgung eines jüngeren hinterbliebenen Ehepartners für jedes volle über zehn Jahre hinausgehende Jahr des Altersunterschieds der Ehegatten um fünf Prozent gekürzt wird, liegt darin keine gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verstoßende Diskriminierung wegen des Alters. Dies hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) jetzt entschieden (3 AZR 400/17).

mehr ...