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3. Januar 2018, 10:30
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Riester-Rente: Verbraucherschützer monieren hohe Kosten

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) hat 18 verschiedene Riester-Produkte untersucht. Nach Ansicht der Verbraucherschützer sind die Kosten in den meisten Fällen zu hoch, um “ausreichend Kapital für die private Absicherung neben der gesetzlichen aufzubauen”.

Riester-Rente: Verbraucherschützer monieren hohe Kosten

Laut VZBV werden in Deutschland größtenteils Riester-Versicherungsprodukte angeboten, die die Erwartungen der Politik an kosteneffiziente Angebote zur kapitalgedeckten Altersvorsorge nicht erfüllen.

Die Kosten für die Riester-Rente sind aus Sicht von Verbraucherschützern in den meisten Fällen zu hoch. Von wenigen Ausnahmen abgesehen würden Produkte angeboten, “die die Erwartungen der Politik an kosteneffiziente Angebote zur kapitalgedeckten Altersvorsorge nicht erfüllen”, kritisierte der VZBV.

Die Experten hatten insgesamt 18 Produkte – klassische Rentenversicherungen und fondsgebundene Modelle – mit unterschiedlichen Laufzeiten unter die Lupe genommen.

Das Ergebnis: Die Effektivkosten – Wertminderung durch Kosten – waren in den meisten Fällen höher als Wert, der sich aus den Annahmen des Alterssicherungsberichts der Bundesregierung ergibt. Das geht aus einer Analyse des VZBV hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

VZBV: Vertriebskosten verhindern kosteneffiziente Produkte

“Im Extremfall sind die Kosten um das Fünffache höher”, hieß es darin. Günstiger waren je nach Laufzeit nur bis zu maximal zwei Angebote für das staatlich geförderte Zusatzplus im Alter. Die Verbraucherschützer werteten die Produktinformationsblätter (Stand: April 2017) verschiedener Anbieter aus.

“Wir sind bei der Vielzahl der Produkte angesichts des Kosten weit davon entfernt, ausreichend Kapital für die private Absicherung neben der gesetzlichen aufzubauen”, kritisierte die Leiterin des VZBV-Finanzmarktteams, Dorothea Mohn. Insbesondere wegen der Vertriebskosten sei es offenbar nicht möglich, kosteneffiziente Produkte anzubieten.

Das Bundesarbeitsministerium wies darauf hin, dass es sich im Alterssicherungsbericht um modellhafte Berechnungen handele und nicht um Prognosen. Es gehe darum, “das Spektrum künftiger Veränderungen, die letztlich bei jedem Einzelfall individuell verschieden sind, auf wesentliche Erkenntnisse zu verdichten”.

Seite zwei: VZBV: Riestern kann sich lohnen

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