21. Januar 2019, 09:53
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Altenpflege: Finanzierungs-Debatte heizt sich auf

Anders funktioniere die Krankenversicherung, die im Prinzip alle Kosten für die gesamte Behandlung von Krankheiten übernehme. “Genau das muss auch für die Pflegeversicherung gelten”, verlangte Brysch.

Die Pflegebedürftigen würden dabei weiter die Unterbringung, Verpflegung und Abschreibungen der Baukosten des Betreibers tragen müssen. “Hier entscheidet jeder selbst, welcher Standard gewünscht ist.”

Der Pflege-Arbeitgeberverband bpa kritisierte den geplanten Tarifvertrag Pflege als “überflüssig”. “Es bleibt bemerkenswert, dass die Verdi, die so gut wie keine Mitglieder unter den Beschäftigten der Altenpflege hat, sich anmaßt, für die ganze Branche zu sprechen”, kritisierte der bpa-Präsident und frühere FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle.

Systemwechsel dringend benötigt

Die CSU-Gesundheitspolitikerin Emmi Zeulner forderte unterdessen eine Begrenzung der finanziellen Eigenanteile von Pflegebedürftigen.

Nötig sei ein Systemwechsel, damit Pflegebedürftigkeit nicht zum Armutsrisiko werde und Betroffene nicht von Sozialleistungen abhängig würden, sagte Zeulner der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” am Samstag.

Schon heute beziehe rund ein Drittel der Heimbewohner Sozialhilfe, weil ihr Vermögen und ihre Rente nicht reichten, um die Eigenanteile zu bezahlen.

Angesichts der immer zahlreicheren Pflegebedürftigen hatten zuletzt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) neue Finanzierungsmodelle in der Pflege gefordert. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

 

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