26. November 2019, 07:00
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„Das Geschäftsmodell des Assekuradeurs ist noch extrem unterrepräsentiert“

Cash: Wen wollen Sie als Assekuradeur ansprechen?

Knof: Als Assekuradeur hat Victor die Aufgabe, sowohl unter Maklern und anderen Vermittlern als auch unter Versicherern mögliche Partner zu gewinnen. Insoweit sind unsere Wettbewerber auch eher im Bereich der Assekuradeure per se zu sehen.

Aufgrund unseres weiten und auf dem deutschen Markt umfassend

en Aufgabenspektrums kann ich nicht den oder die „direkten“ Wettbewerber nennen. Die Wettbewerbssituation hängt vielmehr davon ab, mit welchen Unternehmen unsere Produkte und Services in einer Sparte in einem bestimmten Teil der Wertschöpfungskette konkurrieren.

Die besten, innovativsten und kundenfreundlichsten Versicherungs-Produkte können dabei nur durch gemeinsames Know how entwickelt werden. Der Kunde muss in unserer Branche mehr in den Fokus gesetzt werden, hier ist ein Umdenken erforderlich.

Wir wissen, dass Kunden passgenauen Versicherungsschutz zu ihrer Branche beziehungsweise Betriebsart suchen. Und damit haben sie völlig Recht. Die Kunden im 21. Jahrhundert sind nicht gut beraten, auf eine Standardlösung zur Absicherung ihrer individuellen Risikosituation zu vertrauen.

Cash: Sie sind nun in Deutschland knapp ein Jahr am Markt. Wie sieht Ihr Zwischenfazit aus?

Knof: Eine der großen Herausforderungen ist natürlich, die Marke „Victor“ in Deutschland bekannter zu machen. Insbesondere im Versicherungsbereich ist ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen den agierenden Parteien wichtig.

Durch die Entwicklung innovativer und zukunftsrelevanter Produkte sowie moderner Prozesslösungen konnten wir schnell wichtige strategische Partnerschaften schließen.

Wir sind stolz rückblickend festhalten zu können, dass es uns bereits in dieser frühen Phase unserer noch jungen Gesellschaft offenbar gelungen ist, durch starke Produkte und gute Leistungen unsere Partner von unseren Stärken und Potenzialen zu überzeugen. Jetzt heißt es, weiterhin die Vorteile und den Mehrwert, den Victor seinen Partnern bietet, konsequent und überzeugend unter Beweis zu stellen.

Cash: Auf welche Segmente fokussieren sie sich?

Knof: Eine wesentliche Säule unseres Geschäftsmodells ist es, unseren Kunden die Vielfalt der Gewerbeversicherungen zu bieten und insbesondere vor dem Hintergrund zeitgemäßer Bündelpotenziale über Branchen und Versicherungssparten hinweg entsprechende Versicherungslösungen zu entwickeln.

Aus diesem Grund ist Victor bewusst kein „Monoliner“, der sich ausschließlich auf Transport, Cyber oder eine andere Einzelsparten konzentriert. So sind wir seit der diesjährigen DKM mit einer neuen Cyber-Versicherung auf dem Markt. 

„CyberVlex“ zielt auf kleine und mittelständische Unternehmen. Sie können aus zwölf verschiedenen Bedingungswerken und Tarifen auswählen, die auf die jeweilig Branche angepasst sind – vom Rechtsanwalt über den Arzt, Handwerksbetriebe, Hotels sowie Gastronomie oder auch Apotheken.

Die Motivation für dieses aufwendige Produkt entspringt unserer Überzeugung, dass vor allem im Bereich der Cyber-Risiken aufgrund der stetig steigenden Komplexität der Risikostrukturen in Unternehmen und der wachsenden Digitalisierung „One-Fits-All“-Ansätze keinen bedarfsgerechten Versicherungsschutz bieten können.

Wir haben die Fähigkeiten und Kompetenzen im Hause, neben dem genannten Cyber-Produkt, in Kürze auch KMU-Multiline, Transport, D&O, Reisegepäck und Elektronik anzubieten, um nur einige Produkte zu nennen.

Grundsätzlich konzentrieren wir uns auf die Entwicklung von branchenspezifischen Versicherungsprodukten, die eine passgenaue Absicherung zu einem wettbewerbsstarken Preis ermöglichen.

Neben umfassenden und modernen Bedingungen beziehungsweise Tarifen, zeichnen sich diese Produkte durch eine voll-digitale Antrags- und Abschlussstrecke aus. Unser Fokus liegt immer in der Effizienz, Einfachheit und Transparenz von Versicherungsprodukten und -prozessen für unsere Kunden. (dr)

Das Interview führte Jörg Droste

Foto: Victor Deutschland

 

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