E-Scooter-Markt Deutschland: Über 24 Millionen Geräte möglich

Die Debatte um E-Scooter nimmt weiter an Fahrt auf. Grund dafür ist die anstehende Klärung der Frage, wie E-Scooter auf Straßen zugelassen werden. Erwartet wird das Gesetz für den Juni. Bereits heute sind einige Versicherer in dem Segment aktiv. Welches Wachstum zu erwarten ist.

Das Potenzial für E-Scooter ist enorm. Swiss Life schätzt, dass mindestens 24 Millionen Deutsche ein kleines E-Mobil kaufen könnten.

36 Prozent der volljährigen Deutschen könnten sich vorstellen, innerhalb der nächsten drei Jahre einen eigenen E-Scooter zu erwerben. In Deutschland liegt das Potenzial für E-Scooter damit bei mindestens 24,1 Millionen Geräten. 26 Prozent der Befragten ziehen ein Sharing der Fahrzeuge in Betracht.

Neun Prozent würden vom Auto, vier Prozent vom Motorrad und zehn Prozent von öffentlichen Verkehrsmitteln auf einen E-Scooter umsteigen. Eine Altersfreigabe ab zwölf Jahren lehnen 67 Prozent der Studienteilnehmer ab. Das sind die zentralen Ergebnisse einer Umfrage, die Swiss Life Select zur Zulassung von elektrisch betriebenen Tretrollern in Auftrag gegeben hat.

36 Prozent der volljährigen Deutschen könnte sich vorstellen, innerhalb der nächsten drei Jahre einen eigenen E-Scooter zu erwerben. Drei Prozent planen eine Anschaffung auf jeden Fall, sechs Prozent wahrscheinlich und 27 Prozent vielleicht. Bei 67 Millionen Personen, die in Deutschland über 18 Jahre alt sind, liegt das Marktpotenzial damit bei mindestens 24,1 Millionen Geräten.

Hauptaufgabe: Kleine Einkäufe bequemer erledigen

Knapp die Hälfte der Befragten könnte sich vorstellen, mit den Fahrzeugen vor allem kleinere Einkäufe zu erledigen (48 Prozent), die Wege zur Arbeit, Schule oder Universität zurückzulegen (36 Prozent), kleinere Ausflüge in der näheren Umgebung zu unternehmen (35 Prozent) sowie Strecken zwischen Haustür und Haltestellen von öffentlichen Verkehrsmittel zu überwinden (34 Prozent). Gegen einen Kauf sprechen fehlender Nutzen (57 Prozent), hohe Kosten (32 Prozent) oder fehlender Transportraum für Gepäck (26 Prozent).

26 Prozent der Befragten ziehen die Leihe eines E-Scooters in Betracht (so genanntes Sharing). Gegen die Leihe sprechen fehlender Nutzen (55 Prozent), hohe Kosten (31 Prozent), Sicherheitsaspekte (21 Prozent) sowie die Abholung und das Abstellen der Fahrzeuge bei Sammelpunkten (20 Prozent) und die Befürchtung, dass Verleiher Bewegungsdaten sammeln könnten (18 Prozent).

Schluss mit dem Verkehrschaos?

Mikromobilität, wie sie E-Scooter versprechen, wird vor allem in Städten als eine Lösung für das Problem der verstopften Straßen und Nahverkehrsmitteln an der Kapazitätsgrenze angesehen. „Unsere Umfrage erfüllt diese Hoffnung im Großen und Ganzen“, sagt Günther Blaich, Geschäftsführer beim Finanzberatungsunternehmen Swiss Life Select.

Neun Prozent der Befragten würden vom Auto, vier Prozent vom Motorrad und zehn Prozent von öffentlichen Verkehrsmitteln auf einen E-Scooter umsteigen. Über ein Drittel der Deutschen betrachtet das Verkehrsmittel als ergänzendes Fahrzeug.

„Die Zulassung von E-Scootern ist einer von vielen Schritten, die auf dem Weg zu smarteren und klimafreundlicheren Städten von Nöten sind. Neben der Zulassung gilt es auch einfache, kundenfreundliche Absicherungen der E-Scooter zu ermöglichen“, schlussfolgert Blaich.

Seite 2: Gehweg oder Straße?

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