14. August 2019, 10:08
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Expansion & neue Produkte: Die getsafe Strategie

Kein Insurtech reagierte so stark auf Lemonade wie getsafe: Interviews, starke Aussagen und neue Produkte bringt das Handeln der vergangenen Wochen auf den Punkt. Doch was steckt hinter dem Trommeln des Heidelberger StartUps? 

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Gründer Christian Wiens (CEO) und Marius Blaesing (CTO), GetSafe

Im Mittelpunkt des Handelns steht neben Technologie das Bedürfnis der Kunden. Hier sind sich alle Insurtechs einig. Dieses möchte Christian Wiens, CEO getsafe, in den kommenden Jahren noch weiter ausbauen. 

Der Kunde im Mittelpunkt

Jüngst legte das Unternehmen hierzu eine Fahrradpolice auf. Befragt dazu, welche Überlegungen dahinter stehen, erläutert Wiens gegenüber Cash.Online: “Wir wollen unser Produktportfolio in den kommenden Jahren immer weiter ausbauen, um unseren Kunden einen Schutz aus einer Hand zu bieten.”

Dabei legt getsafe darauf Wert, dass sie die Bedürfnisse der Kunden erkennt und auf diese eingeht: “Wir glauben, dass Kunden Flexibilität sehr wichtig ist. Deshalb bieten wir im Unterschied zu anderen Versicherungsanbietern den Fahrradschutz unabhängig von einer Hausratversicherung an”, erläutert Wiens weiter auf die Anfrage von Cash.Online. 

Zu starken Partnern aufschließen

Gegenüber dem Onlineportal GeldDigital erläutert Wiens zudem, dass die bestehende Praxis Teil der Expansionsstrategie sei. Man wolle zur internationalen Tätigkeit von Munich Re aufschließen und plant deshalb nicht nur die Expansion nach Großbritannien, sondern es soll auch in weitere europäische Länder gehen, so Wiens weiter. 

Der Ausgang des Brexitdeals verändert daran übrigens nichts, verriet Wiens Cash.Online im Interview. Befragt zur weiteren Expansion erläutert er gegenüber Cash.Online die Marktsituation: “In Europa gibt es ein großes Potenzial. In den kommenden Jahren wächst hier eine neue Generation heran, die sich versichern muss. Das Marktvolumen liegt bei schätzungsweise 1 Mrd. Euro an neuen Verträgen”, so Wiens. 

Technologie schlägt Marke

“Die traditionellen Versicherung können diese jungen Kunden mit ihren alten, papierbezogenen Prozessen nicht mehr überzeugen. Junge Menschen sind es gewohnt, Informationen sofort zu bekommen und alles digital und von unterwegs aus zu erledigen”, heißt es von Wiens weiter zur Frage, nach den Gründen für die Entscheidung zur europäischen Expansion. 

Diese Ausgangssituation ermöglicht es jungen Technologieunternehmen, so Wiens, ein attraktives Angebot zu platzieren. Daran möchte getsafe nach eigener Aussage teilhaben. So schreibt Wiens beispielsweise in einem Beitrag für das Magazin Absatzwirtschaft folgendes: “Der Umgang mit Daten und Technologie wird dabei entscheidend sein. Denn nur wer seine internen Prozesse effizienter macht und gleichzeitig die Bedürfnisse der Kunden erfüllt, wird sich durchsetzen können.”

Ähnlich äußert sich auch Marius Blaesing, Chief Technology Officer bei getsafe, gegenüber dem IT Finanzmagazin, wenn er ausführt, dass diese Technologien für Versicherer viele Vorteile bieten, diese jedoch noch nicht für den Einsatz bereit sind. 

PEPP ist kein Thema für getsafe

Naheliegend ob dieser Gedanken ist es, dass getsafe die jüngst beschlossene europäische Altersvorsorge nutzt, um sein Vertriebsnetz weiteraufzubauen und zugleich ins europäische Ausland zu expandieren.

Auf die Frage von Cash.Online zu diesem Thema reagiert Wiens verhalten: “Wir wollen kommendes Jahr eine digitale Lebensversicherung an den Markt bringen. Außerdem steht derzeit die Expansion im Fokus all unserer Aktivitäten. Über weitere Produkte werden wir zu gegebener Zeit entscheiden.”

 

Seite 2: Wieso getsafe auf sich aufmerksam macht

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