„Extrarente“: Verbraucherzentralen machen Druck

Die Verbraucherzentralen fordern ein neues, staatlich organisiertes Angebot zur privaten Altersvorsorge. Damit Menschen mehr Geld im Alter hätten, sei eine kostengünstige und gewinnbringende Anlage entscheidend. 

Langfristig sind mit dem neuen Konzept höhere Renditen zu erzielen, erklärt der vzbv.

Bisher gebe es meist teure, kaum rentable und unflexible Versicherungen, von denen vor allem die Versicherungswirtschaft profitiere, sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, der Deutschen Presse-Agentur.

Der Verband wirbt seit längerem für ein neues Standardprodukt und hat nun ein genaueres Konzept einer sogenannten „Extrarente“ vorgelegt.

Arbeitnehmer sollen demnach automatisch über ihren Arbeitgeber in die Vorsorge einzahlen – es sei denn, sie widersprechen. Möglich sein sollen Einzahlungen auch für Selbstständige.

Bundesregierung ist gefragt

Ein öffentlicher Träger soll dann über Ausschreibungen private Fondsmanager beauftragen, das Geld am Kapitalmarkt anzulegen – vor allem in Aktien.

Langfristig sei so höhere Rendite zu erzielen, erläutert der vzbv. Die Organisation über den öffentlichen Träger reduziere zudem Kosten im Vergleich zu gewinnorientierten Unternehmen. Kosten für Vertrieb entfielen ganz.

Die Bundesregierung sei nun gefragt, erklärte Verbands-Chef Müller. Komme ein Gesetzentwurf noch in diesem Jahr, könnten Verbraucher ab 2022 mit einer „Extrarente“ vorsorgen.

Seite zwei: Flexible monatliche Einzahlungen möglich

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