15. Januar 2019, 11:31
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Frauen bei Betriebsrenten benachteiligt

Bei der betrieblichen Altersversorgung sind Frauen schlechter aufgestellt als Männer, wie eine aktuelle Aon Studie in Großunternehmen zeigt.

Shutterstock 541210705 in Frauen bei Betriebsrenten benachteiligt

Frauen fehlen häufig wichtige Informationen, um ihre Altersvorsorge effizient zu gestalten.

Frauen fühlen sich auf ihren Ruhestand finanziell deutlich schlechter vorbereitet als Männer. Das zeigt eine repräsentative Studie von Aon. Das Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen hatte rund 1.000 Arbeitnehmer in Großunternehmen befragt. Während sich zwei Drittel der Männer (73,1 Prozent) “sehr gut bis befriedigend” auf ihre Rente finanziell vorbereitet fühlen, sind es bei den Frauen nur 54,5 Prozent. Fast die Hälfte (45,5  Prozent) meint, “nicht befriedigend bis ungenügend” auf die Rente vorbereitet zu sein.

Rentenkenntnisse mangelhaft

Auch geben Frauen deutlich häufiger als Männer an, sich mit dem Thema Rente nicht gut auszukennen: 73,9 Prozent der Männer glauben zu wissen, wie viel Geld sie im Alter brauchen, bei den Frauen sind es nur 58,4 Prozent. Auch aus welchen Quellen die Rente kommt, scheinen Männer besser zu wissen als Frauen.

Damit ergibt sich folgendes Bild: Männliche, höher verdienende sowie ältere Arbeitnehmer kennen sich besser mit der Rente aus als ihre weiblichen, geringer verdienenden sowie jüngeren Arbeitskollegen. Die Gründe könnten darin liegen, dass geringer bezahlte Teilzeitstellen überwiegend mit weiblichen Mitarbeitern besetzt sind.

Frauen Schlechter Vorbereitet-Kopie in Frauen bei Betriebsrenten benachteiligt

Nachholbedarf beim Thema Rente

Die Studie wirft zudem die Frage auf, warum Frauen sich offensichtlich weniger mit dem Thema Rente beschäftigen als Männer. Hier gibt es Nachholbedarf. “Die Korrelation von ,geringer verdienend – weiblich – schlechter informiert‘ offenbart Defizite auf verschiedensten Ebenen”, erläutert Gundula Dietrich, Partner bei Aon. “Der faktischen, eher männlichen Besetzung von Führungsrollen steht die weibliche Besetzung von Teilzeitstellen gegenüber – eine Situation, die in vielen Unternehmen an der Tagesordnung ist. Deshalb gibt es gute Gründe, speziell für Frauen das Informationsangebot zur betrieblichen Altersversorgung durch den Arbeitgeber zu verbessern. Gerade weil so viele von ihnen in Teilzeit arbeiten, ist das Thema Rente für sie von elementarer Bedeutung.”

Frauen fühlen sich wesentlich schlechter auf den Ruhestand vorbereitet als Männer. Sie wissen auch wesentlich seltener als ihre männlichen Kollegen, wieviel Geld sie im Alter brauchen werden. Das zeigt eine aktuelle Studie des Beratungs- und Dienstleistungsunternehmens Aon. Befragt wurden rund 1.000 Arbeitnehmer aus Großunternehmen mit mehr als 10.000 Beschäftigten. (fm)

Foto: Shutterstock

 

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Heil bei Grundrente kompromissbereit: Wir sind lösungsorientiert

Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat sich im Koalitionsstreit um die Einführung einer Grundrente kompromissbereit gezeigt. “Wir sind lösungsorientiert”, sagte er am Montag vor einer Sitzung des SPD-Parteipräsidiums in Berlin.

mehr ...

Investmentfonds

China: Wirtschaft wächst langsamer, Aktienauswahl ist Trumpf

Das Wirtschaftswachstum in China ist im zweiten Quartal 2019 auf 6,2 Prozent gefallen, den niedrigsten Wert seit beinahe dreißig Jahren. Die Regierung versucht, mit zahlreichen stimulierenden Maßnahmen einer weiteren Abschwächung zuvorzukommen – insbesondere angesichts des Handelskonflikts mit den USA. Aber auch in diesem schwierigen Umfeld bieten sich am chinesischen Aktienmarkt einige interessante Anlagechancen.

mehr ...

Berater

Digitaler Wandel: „Reflexion ist eine fantastische menschliche Eigenschaft“

Die Transformation beherrscht die Schlagzeilen der Wirtschaftspresse. Willkommen in disruptiven Zeiten – dass das so ist, belegen nicht nur die Titel auf den Bestseller-Listen. Während Newcomer und Startups auf den Startblöcken stehen, um ganze Branchen umzuwerfen, werden viele etablierte Unternehmen zunehmend unruhig. Ein Gespräch mit Reza Razavi, Senior Manager Culture and Transformation bei BMW Group, Teil von Club 55 (European Experts of Marketing and Sales).

mehr ...

Sachwertanlagen

Bundesregierung plant Verbot von Blind-Pool-Vermögensanlagen

Das Finanz- und das Justiz-/Verbraucherschutzministerium haben ein „Maßnahmenpaket“ vorgestellt, mit dem Emissionen nach dem Vermögensanlagengesetz weiter eingeschränkt und zum großen Teil verboten werden sollen.

mehr ...

Recht

Fliegende Dachziegel – Gebäudeeigentümer musste für Sturmschäden haften

Eigentümer einer Immobilie müssen ihr Objekt so absichern, dass es auch erhebliche Sturmstärken aushalten kann, ohne gleich die Allgemeinheit zu gefährden. Wenn sich bei einem Sturm bis zur Stärke 13 Dachziegel lösen und auf die Straße fallen, dann spricht zumindest der Anscheinsbeweis für einen mangelhaften Unterhalt des Gebäudes.

mehr ...