15. Mai 2019, 09:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Provisionsdeckel: Richtiger Zweck, falsche Maßnahme

Die finanzielle Vorsorge der Menschen zu fördern, ist eine bedeutende gesellschaftliche Aufgabe. Und eine komplexe Herausforderung: Immer wieder gilt es aufs Neue, passende Antworten auf gesellschaftliche Entwicklungen und individuelle Lebenssituationen zu geben.

Die Wald-Kolumne

Provisionsdeckel: Richtiger Zweck, falsche Maßnahme

Dr. Matthias Wald: “Unsere Branche ist nah am Menschen, sie muss das Bewusstsein für die Relevanz der Altersvorsorge schaffen.”

Die Vertriebe von Swiss Life Deutschland zählen aktuell 1,2 Millionen Kunden. Allein vergangenes Jahr kamen über 80.000 hinzu. Das zeigt einmal mehr: Der Bedarf an guter Beratung ist hoch.

Doch der Ruf der Branche ist nicht der beste: Hartnäckig hält sich das Vorurteil vom profitgierigen Finanzberater. Nun plant die Bundesregierung, Provisionen für Lebensversicherungen zu begrenzen. Ist der “Provisionsdeckel” die Lösung?

Es ist das bekannte wirtschaftliche Prinzip: Der Bedarf regelt die Nachfrage und die Nachfrage bestimmt das Angebot. Altersvorsorgebedarf besteht in Deutschland ausnahmslos bei allen Bürgern.

Hälfte der Bevölkerung sorgt nicht vor

Die gesetzliche Rente wird in den meisten Fällen nicht reichen, um den eigenen Lebensstandard im Alter zu halten. Zudem sinkt das Vertrauen in die staatlichen Systeme, weil es an den richtigen politischen Lösungen für die Herausforderungen der demographischen Entwicklung mangelt.

Trotz aller Debatten um drohende Altersarmut sorgen 51 Prozent der Deutschen nicht finanziell vor. Private Altersvorsorge ist sinnvoll und notwendig, allerdings ein langfristiger und komplexer Entscheidungsprozess. Vielen Menschen fehlen die Motivation und das Wissen dazu.

Niemand wacht morgens auf und denkt sich: Jetzt habe ich richtig Lust, mich um meine Altersvorsorge zu kümmern. Folglich wird das Thema nicht selten als “Last” oder “notwendiges Übel” angesehen – trotz hohem Bedarf.

Seite zwei: Gute Beratung setzt am Bedarf an

Weiter lesen: 1 2 3 4

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Wie viel verdient man in der Ausbildung?

Bankkauffrau, Konditor, Friseur oder Maurerin: Mit dem Schulabschluss in der Tasche beginnt für viele junge Menschen in der Ausbildung ein neuer Lebensabschnitt. Und mit ihm füllt sich meistens zum ersten Mal das eigene Konto. Vorbei sind die Zeiten, in denen man sparsam mit dem Taschengeld der Eltern sein musste. Doch wie viel Geld verdient man während der Ausbildung eigentlich? Und was tun, wenn das Geld nicht reicht? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

mehr ...

Immobilien

Renovieren: BGH nimmt Vermieter und Mieter in die Pflicht

Langjährige Mieter können ihren Vermieter zum Renovieren verpflichten, müssen sich aber an den Kosten beteiligen. Voraussetzung ist außerdem, dass sich der Zustand der Wohnung seit Einzug deutlich verschlechtert hat.

mehr ...

Investmentfonds

Reges Interesse an Unternehmensteilen von Wirecard

Für die Teile des insolventen Zahlungsabwicklers Wirecard gibt es nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters ein reges Interesse unter Investoren.

mehr ...

Berater

Wie lange hält Urlaubsanspruch? Richter wenden sich an EuGH

Um über die Dauer von Urlaubsansprüchen bei Arbeitnehmern mit Langzeitkrankheit urteilen zu können, hat das Bundesarbeitsgericht den Europäischen Gerichtshof um eine Vorabentscheidung gebeten.

mehr ...

Sachwertanlagen

Zweitmarkt: Umsatz gestiegen, Kurse gefallen

Die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG verzeichnet im Juni bezüglich der Anzahl der Transaktionen und des Nominalumsatzes eine leichte Belebung des Zweitmarkts für geschlossene Fonds. Der Durchschnittskurs sank hingegen zum dritten Mal in Folge.

mehr ...

Recht

Weiterbildung in Zeiten von Covid-19

Die Corona-Pandemie hat das Interesse der Versicherungsvermittler an der Nutzung der Möglichkeiten digitaler Weiterbildung gesteigert, um so sicherzustellen, dass das gesetzliche Pflichtsoll von mindestens 15 Stunden Weiterbildungszeit pro Jahr erfüllt wird. Doch nicht jedes Webinar erfüllt die Voraussetzungen, die für eine Anrechenbarkeit im Rahmen der gesetzlichen Weiterbildungspflicht gefordert sind. Gastbeitrag von Rechtsanwalt Jürgen Evers

mehr ...