27. September 2019, 11:00
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Umfrage: Jeder Zweite ist wegen Niedrigzinsen beunruhigt

Die anhaltende Nullzinspolitik der EZB und die erst vor kurzem erhöhten Strafzinsen beunruhigen Finanzmärkte und Sparer. Laut einer aktuellen Umfrage bereiten weder Inflation noch Kursverlust deutschen Sparern die größten Sorgen. Angst haben sie vor niedrigen Zinsen.

Sparen-Geldanlage in Umfrage: Jeder Zweite ist wegen Niedrigzinsen beunruhigt

Versicherer sprechen das Vorsorgeproblem der Deutschen schon lange an: Um den gewohnten Lebensstandard im Ruhestand halten zu können, reicht die gesetzliche Rente nicht aus – die Gefahr von Altersarmut für die zukünftige Rentengeneration steigt.

“Fehlende Zinsen machen Notwendigkeit der Vorsorge sichtbar”

„Fehlende Zinsen machen die Notwendigkeit, selbst vorzusorgen, erst richtig sichtbar. Dazu kommt: Durch die Überalterung unserer Gesellschaft, den Trend zu Single-Haushalten und die zunehmende Verstädterung wird das Thema Altersvorsorge in Zukunft noch dringlicher als heute.

Der Staat wird diese Problematik nicht lösen – dafür ist es längst zu spät: Das Umlageverfahren kommt an seine Grenzen, da nun die geburtenstarken Baby-Boomer in Rente gehen. Deshalb ist ein gut durchdachter Plan zur Altersvorsorge eben kein altbackenes Nice-to-Have, sondern ein modernes Must-Have“, sagt Hermann Schrögenauer, Vertriebsvorstand der LV 1871.

Die Deutschen versparen sich

 27 Prozent der Deutschen setzen bei der Altersvorsorge auf persönliche Rücklagen wie die eigene Immobilie oder das Sparbuch. Die gesetzliche Rentenversicherung und die private Altersvorsorge als die beiden wichtigsten Solidarsysteme schneiden dagegen mit jeweils 15 Prozent deutlich schlechter ab.

Die Zahlen machen für Hermann Schrögenauer deutlich: „Die Deutschen versparen sich. Die Fondsindustrie ist der falsche Ansprechpartner, wenn es um Langlebigkeit und Altersvorsorge geht. Altbewährte Sparkonten unter Strafzinsen sind hier nur noch eine Zuspitzung.

Sparer müssen sich mehr denn je die Frage stellen: Wofür spare ich und wie? In diesem Zusammenhang ist die private Altersvorsorge perfekt, denn die Menschen können auf ihr Geld zugreifen und es breit gestreut und damit sicher anlegen. Damit punkten Versicherungsprodukte, denn wir bieten dem Kunden viel mehr als Banken oder vor allem Investmentfonds.“

Solidarität in der Altersvorsorge bleibt wichtig

 Übrigens sind sich die Deutschen trotz aller Unsicherheiten der Finanzpolitik einig: Unsere Gesellschaft braucht mehr Solidarität für die Absicherung im Ruhestand und im Kampf gegen drohende Altersarmut. 43 Prozent der Deutschen halten das Solidarprinzip für ein zeitloses Modell.

Für 65 Prozent der Deutschen braucht unsere Gesellschaft mehr Solidarität, wenn es um die finanzielle Absicherung im Alter geht. Das ist das Ergebnis einer weiteren YouGov-Studie, die im Auftrag der LV 1871 durchgeführt wurde.

Für die Studie „Sparen 2019“ hat YouGov im Auftrag der LV 1871 genau 1.656 Sparer unter den Bundesbürger bevölkerungsrepräsentativ befragt. Für die Studie „Solidarität und Altersvorsorge 2018“ hat YouGov im Auftrag der LV 1871 genau 2.052 Bundesbürger bevölkerungsrepräsentativ befragt. 

Foto: Shutterstock

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