11. Februar 2019, 12:31
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Versicherer: Digitale Angreifer auch in Zukunft abwehren

So verfolge Ping An konsequent den Ökosystemansatz, lerne von anderen Anbietern und besetze zunehmend auch Nicht-Versicherungsteile aktiv. EY Innovalue zufolge verfügt das Unternehmen über etwa 1.000 eigen Ärzte, deren Diagnosen systematisch KI-Systeme trainieren.

Schon vor Jahren seien die meisten Systeme in die Cloud überführt worden – zugunsten des technologischen Vorsprungs von Ping An.

Das Unternehmen verfüge über umfangreiche Daten zu mehr als 800 Millionen Menschen, die mit modernster Technologie ausgewertet und genutzt werden. Eine so konsequente Datennutzung sei hierzulande noch nirgends zu erkennen.

Versicherer müssen sich weiterentwickeln

Wann und wie diese Geschäftsmodelle in den deutschen Versicherungsmarkt eintreten bleibe noch abzuwarten. Noch stehen die hiesigen Anbieter unter dem Schutz der Eigenheiten des nationalen Marktes und ihres guten Kundenzugangs.

In den nächsten fünf Jahren sei daher noch nicht mit massiven Veränderungen der Vertriebslandschaft zu rechnen. Jedoch werden die genannten Geschäftsmodelle nicht passiv bleiben.

Aus diesem Grund sollten die deutschen Versicherer ihre Vorteile an der Kundenschnittstelle nicht leichtfertig aufs Spiel setzen, sondern intensiv an ihrem systematischen Ausbau arbeiten, erklärt der Marktkommentar von EY Innovalue.

Autorin Julia Palte ist Partnerin in der Insurance Practice bei EY Innovalue.

Foto: Shutterstock

 

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