20. Februar 2019, 09:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Was tun, wenn die Versicherung nicht zahlt?

Fliegende Dachziegel, umkippende Bäume, vollgelaufene Keller – wer vernünftig ist, der sichert sein Heim gegen solche Schäden ab. Doch was tut man, wenn die Versicherung sich weigert zu zahlen?

Was tun, wenn die Versicherung nicht zahlt?

Schäden sind dem Versicherer so schnell wie möglich zu melden – noch bevor Handwerker beauftragt werden.

Laut Gerold Happ, Geschäftsführer Immobilien- und Umweltrecht des Eigentümerverbands Haus & Grund Deutschland, liegt die Zahlungsunwilligkeit häufig daran, dass kein Schutz besteht, weil die Police das Ereignis nicht abdeckt.

Auch eine Vernachlässigung der Verkehrssicherungspflicht durch den Eigentümer kann dazu führen, dass die Zahlung ausbleibt.

Ein solcher Fall wäre beispielsweise ein bei Sturm aufs Dach krachender morscher Baum, von dem der Hausbesitzer schon länger wusste. In diesem Fall kann der Versicherer die Zahlung ganz oder teilweise verweigern.

Richtiges Verhalten im Schadensfall

Häufig kommt es zum Streit über die Höhe des Schadens. Hier hilft ein Blick in den Versicherungsvertrag dabei herauszufinden, warum es weniger Geld geben soll: “Für den Zeitwert gibt es weniger als für den Neuwert”, so Happ.

Zudem gibt der Vertrag Hinweise auf das richtige Verhalten im Schadensfall: “Der Verbraucher muss dafür sorgen, dass der Schaden sich nicht vergrößert”, so Elke Weidenbach, Rechtsanwältin und Referentin für Versicherungen bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

In der Praxis bedeutet das: Regnet es durch, sollte zumindest ein Eimer unter das lecke Dach gestellt werden, damit kein Wasser in die darunter liegende Wohnung sickert.

Auch “Notarbeiten” dürfen Versicherte machen oder beauftragen. In den meisten Fällen übernimmt die Versicherung später die Kosten dafür.

Seite zwei: Schäden so schnell wie möglich melden

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 02/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Denkmalobjekte – Betriebsrente – Digital Day 2019

Ab dem 24. Januar im Handel.

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Versicherungen

Trotz 2. Liga: Die Nürnberger bleibt der Sponsor des 1. FC Nürnberg

Auch wenn es sportlich derzeit beim 1. FC Nürnberg definitiv nicht rund läuft. Die Nürnberger Versicherung bleibt dem noch Mitglied der 1. Bundesliga auch künftig treu und verlängert sein Engagement als Haupt- und Trikotsponsor um weitere drei Jahre.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Brexit-Chaos hält die Zinsen niedrig

Eigentlich sollte Großbritannien am 29. März aus der EU austreten. Nun wird eine Fristverlängerung angestrebt, doch auch der an den Finanzmärkten gefürchtete harte Brexit ist noch möglich. Wie sich all das auf die Bauzinsen auswirkt, erklärt Michael Neumann von Dr. Klein.

mehr ...

Investmentfonds

Anleger: Risiken richtig steuern

Anfang 2018 strotzten die Anleger vor Zuversicht, mussten sich in der Folge jedoch auf bescheidenere Renditen und höhere Volatilität einstellen. Wie jetzt das Risikomanagement aussehen sollte.

Gastbeitrag von Michaël Lok, Union Bancaire Privée (UBP)

mehr ...

Berater

Raus aus dem Handlungskorsett, rein in die Selbstreflexion!

Nach der Industrialisierung bildet die Digitalisierung den wohl epochalsten Einschnitt für die Arbeitswelt. Entscheider sollen möglichst international, generationenübergreifend und hypervernetzt führen und das im 24/7-Modus.

Gastbeitrag von Ilona Lindenau, Business-Coach

mehr ...

Sachwertanlagen

BFH kippt den Bauherrenerlass

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat eine uralte steuerliche Restriktion für geschlossene Fonds kassiert. Darauf weist die Beratungsgesellschaft Baker Tilly jetzt hin. Es gibt Vorteile für die heutigen Fonds, aber auch eine Fußangel.

mehr ...

Recht

Widerrufs-Joker: Gericht weist Musterklage ab

Die bundesweit erste Musterfeststellungsklage von Verbrauchern gegen ein Unternehmen scheitert vor Gericht an einer formalen Hürde. In Deutschland gibt es die Musterklage erst seit vergangenem November.

mehr ...