Anzeige
Anzeige
16. November 2006, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Banken kritisieren BaFin

Für die Banken ist die Arbeitsteilung in der Finanzaufsicht zwischen der Deutschen Bundesbank und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), nicht transparent. Laut “Handelsblatt” halten viele Kreditinsitute die Trennung nicht für angemessen, da sie Doppelarbeiten verursache. Das ist ein zentrales Ergebnis des 140seitigen Gutachtens des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) mit dem Titel ?Evaluierungsuntersuchungen zur Bewertung der Aufsicht der Kreditwirtschaft und Erstellung eines Erfahrungsberichts?.

Auftraggeber ist das Bundesfinanzministerium. Auf Basis dieses Gutachtens will die Regierung über Reformen der Finanzaufsicht diskutieren. Das DIW befragte rund 800 Kreditinstitute.

Mit dem Gutachten zieht die Regierung auch erstmals Bilanz einer einschneidenden Reform. Denn 2002 vereinigte die damalige rot-grüne Bundesregierung die drei Bundesaufsichtsämter für das Kreditwesen, das Versicherungswesen und den Wertpapierhandel zu einer Allfinanz-Aufsicht, der BaFin. Die BaFin steht seitdem unter Leitung des Präsidenten Jochen Sanio.

Die ?überwiegende Mehrheit der Kreditinstitute? kritisiert den erhöhten bürokratischen Aufwand seit Gründung der BaFin. Im Zentrum der Kritik steht dabei der hohe Aufwand, der mit der Anwendung des Geldwäschegesetzes zusammenhängt. An zweiter Stelle wird das aufsichtsrechtliche Meldewesen genannt. Insgesamt überrascht laut Handelsblatt die relativ milde Resonanz der Institute. ?Nur eine Minderheit der Kreditinstitute ist mit der derzeitigen Aufsichtspraxis explizit unzufrieden?, bilanziert dagegen das DIW. Besonders zufrieden seien die privaten Banken. Mehr als 40 Prozent aller Institute bestätigen, dass die Qualität der Bankenaufsicht seit 2002 zugenommen habe.

Wesentliche Forderungen der Kreditinstitute bestehen darin, die Prüfungen stärker an der Risikosituation der Institute zu orientieren. Allgemein sollten die individuellen Gegebenheiten der Banken besser berücksichtigt werden.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Viele Bundesbürger befürchten Geldprobleme im Alter

Mehr als ein Drittel der Bundesbürger zwischen 40 und 55 Jahren geht von einer schlechten eigenen Finanzlage im Alter von 75 Jahren aus, wie aus einer Studie des Sinus-Institutes im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervorgeht.

mehr ...

Immobilien

Wohnungsbau in Berlin zieht deutlich an

Der Wohnungsbau in Berlin kommt weiter in Schwung. Im vergangenen Jahr genehmigten die Behörden 25.063 neue Wohnungen, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Montag mitteilte. Das ist die höchste Zahl seit 1997.

mehr ...

Investmentfonds

Brasilien bietet ausgezeichnete Reformdynamik

In den vergangenen Jahren war das Image von Brasilien bei Anlegern deutlich angekratzt. Allerdings hat sich in dem bevölkerungsreichsten Land viel bewegt, so dass die Situation neu bewertet werden muss. Gastkommentar von Maarten-Jan Bakkum, NN Investment Partners

mehr ...

Berater

Indexpolicen: Einstieg in die “Kapitalmarkt-Denke”?

Seit geraumer Zeit wird in der Assekuranz die Frage diskutiert, ob Kunden über den Zwischenschritt Indexpolicen eher bereit sind, den Schritt in die Welt der rein fondsgebundenen Lösungen zu wagen. Doch viele Versicherer sind skeptisch, ob dies der richtige Weg ist.

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Sachwertbranche lebt noch

Zwei Veranstaltungen in der vergangenen Woche belegen eine Belebung der Sachwertbranche, ließen aber auch Fragen offen. Antworten gibt es vielleicht auf einem weiteren Event an diesem Mittwoch. Der Löwer-Kommentar

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

Elternunterhalt: Betreuungsleistung nicht einkommensmindernd

Im Rahmen einer Überprüfung der Leistungsfähigkeit für den Elternunterhalt ist die vom Unterhaltsschuldner an sein minderjähriges Kind geleistete Betreuung nicht zu monetarisieren und kann somit nicht einkommensmindernd geltend gemacht werden, so der BGH.

mehr ...