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16. Juni 2008, 00:00
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EFL: Kundenpotenzial bei Anlegern mit Migrationshintergrund

Für den inländischen Finanzsektor gewinnt die Zielgruppe der Immigranten zunehmend an Bedeutung, allerdings bleiben viele Anleger mit Migrationshintergrund ihren Heimatbanken treu. Finanzinstitute in Deutschland verpassen offensichtlich die Chance, sich gezielter an diese Kunden zu wenden. Zu dieser Einschätzung kommen Wissenschaftler des E-Finance Lab (EFL), Frankfurt, einem gemeinsamen Forschungsinstitut der Universität Frankfurt und der TU Darmstadt, in einer aktuellen Studie, die sich mit der Situation türkischer Immigranten befasst.

Im Rahmen der repräsentativen Erhebung wurden 1.000 in Deutschland lebende Türken befragt. Diese bevorzugen der Umfrage zufolge Dienstleistungen in türkischer Sprache, das betreffe auch die ?Deutsch-Türken? mit einer hohen deutschen Sprachkompetenz oder deutscher Staatsbürgerschaft. Der ?Heimweh-Faktor? bewirke ein hohes Vertrauen in türkische Finanzinstitute, so der Autor der Studie, Fabian Gleisner, von der Universität Frankfurt.

Das EFL empfiehlt Finanzdienstleistern zielgruppenspezifische Angebote, beispielsweise Produkte und Dienstleistungen in der jeweiligen Muttersprache, um Möglichkeiten besser auszuschöpfen. (hb)

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