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28. Mai 2008, 00:00
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Studie: Bürokratischer Aufwand hemmt Bankenberater

Finanzberater in deutschen Banken und Sparkassen verbringen durchschnittlich nur die Hälfte ihrer Arbeitszeit mit Kundengesprächen. Die übrige Zeit wird von Verwaltungsaufgaben blockiert.

Bei 28 Prozent der Mitarbeiter entfallen sogar zwei Drittel der Arbeitszeit auf die Pflege von Kundendaten, Dokumentationspflichten und andere administrative Aufgaben. Diese Zeit geht für persönliche Kundengespräche verloren. Nur rund jeder vierte Kundenberater schafft es, den Verwaltungsaufwand auf ein vertretbares Maß zu beschränken.

Nach nahezu einhelliger Ansicht der Bankmanager kann die Arbeitseffektivität jedoch durch verbesserte IT-Lösungen erhöht werden. 79 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass durch eine entsprechende technische Unterstützung die verfügbare Zeit für Vertrieb und Beratung spürbar steigen würde. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie “IT & Vertrieb in der Bankwirtschaft” des Hamburger Beratungs- und Softwarehauses PPI AG in Zusammenarbeit mit dem Bankmagazin.

Schlusslicht Sparkassen
Besonders groß sei der Verwaltungsaufwand bei den Sparkassen. 46 Prozent der Kundenberater können weniger als ein Drittel ihrer Arbeitszeit dem Kunden widmen. Etwas besser sieht es der Studie zufolge bei den Geschäfts- und Privatbanken aus. Hier werden nur 15 Prozent der Mitarbeiter in vergleichbar großem Ausmaß von Verwaltungsaufgaben ausgebremst. Dennoch: Nur jeder siebte Mitarbeiter hat mehr als zwei Drittel seines Arbeitstages für Vertriebsaktivitäten und Kundenberatung zur Verfügung.

Mit IT gegensteuern
Dabei ließe sich durch eine entsprechende technologische Unterstützung die Belastungen der Kundenberater durch Verwaltungsaufgaben spürbar reduzieren. Vor allem Mitarbeiter der Geschäfts- und Privatbanken (92 Prozent) vertreten die Ansicht, dass ein verbessertes IT-System Verwaltungsaufwand einspart und dadurch positive Auswirkungen auf die Kundenberatung hat. So können durch IT-Lösungen beispielsweise Kaufvorgänge automatisiert, Kundenbedürfnisse analysiert und die Datenverwaltung standardisiert werden. Vor allem die Fach- und Führungskräfte großer Finanzinstitute hätten die Leistungsfähigkeit moderner IT erkannt haben. Die Zustimmung der Kundenberater in Häusern mit mehr als 500 Mitarbeitern liegt 18 Prozentpunkte über der in Banken mit bis zu 250 Mitarbeitern.
Für die Studie wurden im ersten Quartal 2008 rund 195 Fach- und Führungskräfte aus der Bankwirtschaft befragt. (af)

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