50-plus: Finanzkonzepte ohne Methusalem-Komplex
Klar muss sein, dass die heutige Generation 50-plus sich keineswegs als alt bezeichnet. Sie sind fitter und agiler, vielseitig interessiert und fühlen sich im Schnitt zehn Jahre jünger. So stehen die 50-Jährigen noch voll im Berufsleben, die etwa 58- bis 65-Jährigen sind zumeist auf dem Weg vom Erwerbsleben in den Ruhestand. Bis zum Einstieg in den Ruhestand erwirtschaften die Deutschen statistisch gesehen das höchste Einkommen ihrer Berufstätigkeit.
Mit speziellen Produkten punkten?
Der Bedarf an neutralen Informationen ist so gerade in den Jahren vor dem Rentenbeginn hoch, da in dieser Phase entscheidende Weichenstellungen vorgenommen werden, was die Lebensgestaltung der kommenden Jahre betrifft. Die Familienplanung, Karriere und der Aufbau von Ersparnissen ist in diesem Alter in der Regel abgeschlossen. In diesem neuen Lebenskapitel probieren viele Neues aus, holen Verpasstes nach. Dies kann dann auch mit der Neuregelung der Finanzen einhergehen. Später, mit dem Eintritt in die Rentenphase, sinkt das monatliche Einkommen, während das Vermögen zum Beispiel durch Auszahlung von Lebensversicherungen wächst. Das ist der Finanzbranche durchaus bewusst.
Mit speziell für die Generation 50-plus kreiierten Produkten geht es zum Kunden, einige Vertriebe und Versicherer haben sogar eigene Beratungskonzepte entwickelt. Einer Cash.-Umfrage zufolge haben sechs der 13 teilnehmenden Vertriebe ein spezielles Vertriebskonzept für die Zielgruppe am Start. Bei zehn der Vertriebe bieten die Berater zudem spezielle Produkte für Kunden ab 50 Jahren an.
Die Bonner Postbank beispielsweise hat in ihrem mobilen Vertrieb das Projekt „Reife Leistung“ installiert. Hier reicht die Produktpalette von der speziellen Unfallversicherung für die Zielgruppe bis zum Großelternsparen. Zudem baut das Unternehmen nach eigenen Angaben seit Jahren auf die Zusammenarbeit mit dem eigenen Kundenbeirat 60-plus, dem 1.500 Kunden angehören und der unter dem Motto „Zukunft braucht Erfahrung“ steht. Die Kunden haben hier die Möglichkeit, Rückmeldungen zu den Produkten und Services der Postbank zu geben.
Ein spezielles Konzept bietet mit „Plan 360° Ruhestand“ auch der Versicherer Axa. Vor fünf Jahren haben die Kölner ein Expertenteam gebildet, das eruieren sollte, welche Bedürfnisse Kunden knapp vor und im Ruhestand haben und welche Produkte dann ihrem Bedarf passgenau entsprechen. Mittlerweile analysieren mit „Plan 360°“ die hauseigenen Berater oder auch Makler die Situation des Kunden.



















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Pingback von 50-plus: Finanzkonzepte ohne Methusalem-Komplex - cash-online.de — 21. Juli 2010 @ 16:54
Sehr geehrte Damen und Herren,
den Artikel finde ich recht aufschlussreich. Allerdings fehlt der entscheidende Hinweis auf den Bundesverband 50 Plus, der bereits sein Beratungs- und Betreuungs-Konzept Finanzen 50Plus etabliert hat. Dabei wird in Kooperation mit qualifizierten und unabhängigen (!) Finanzdienstleistern, Fachanwälten und Steuerberatern ein bundesweit tätiges Berater-Netzwerk aufgebaut.
Mit freundlichen Grüßen
Uwe-Matthias Müller
Kommentar von Uwe-Matthias Müller — 22. Juli 2010 @ 09:55
Schifffonds – das ist mal wieder typisch! Am besten der ganze frei Betrag da reinschieben!
Lt. Berechnungen sind Aktien auch im Alter von 50-60 Jahren immer noch das rentabelste, wenn man in Dividendenpaiere investiert und die Div. dann reinvestiert.
Kommentar von Onassis — 15. September 2010 @ 18:13