Anzeige
Anzeige
14. Juni 2011, 12:50
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Regulierung: Wer was darf und was gebraucht wird

Auf die Branche kommt in den nächsten Monaten im Rahmen der Regulierung noch Einiges zu. Der freie Vertrieb muss sich auf das Anlegerschutzverbesserungsgesetz II und das künftige Finanzanlagenvermittler- und Vermögensanlagegesetz einstellen.

Nastold-top-teaser in Regulierung: Wer was darf und was gebraucht wird

Gastbeitrag: Ulrich Nastold, Rechtsanwalt, Kanzlei Klumpe, Schröder & Partner

Das Kreditwesengesetz (KWG) enthält in Paragraf 1 Abs. 1a des Gesetzes eine Definition des Begriffs „Finanzdienstleistung“. Darunter fallen die Anlagevermittlung, die Anlageberatung, der Betrieb eines multilateralen Handelssystems, das Platzierungsgeschäft, die Abschlussvermittlung, die Finanzportfolioverwaltung, der Eigenhandel, die Drittstaateneinlagenvermittlung, das Finanztransfergeschäft, das Sortengeschäft, das Kreditkartengeschäft, das Factoring, das Finanzierungsleasing und die Anlageverwaltung.

Finanzdienstleistungsprodukte sind allen voran sämtliche Arten von Finanzprodukten, insbesondere die Finanzinstrumente, des Weiteren Bausparprodukte, Immobilien und Versicherungen. Auch geschlossene Fonds werden künftig als Finanzinstrumente qualifiziert.

Die Konsequenz wäre dann eigentlich, dass für deren Vermittlung zukünftig eine KWG-Erlaubnis erforderlich wäre. Ähnlich wie schon bisher bei der Vermittlung von Investmentfonds wird es aber auch für geschlossene Fonds eine Ausnahmeregelung geben (für Investmentfonds wie bisher Paragraf 2 Abs. 6 Ziff. 8 lit. d) KWG; für geschlossene Fonds künftig Paragraf  2 Abs. 6 Ziff. 8 lit. e) KWG).

Fünfteilung der Zulassungsregelungen

Je nachdem, um welche Finanzdienstleistungsprodukte es im Einzelnen geht, finden sich schon heute für Vermittler und Berater verschiedene Zulassungsvoraussetzungen. Der Grundsatz lautet, dass die Beratung über Finanzdienstleistungsprodukte und deren Vermittlung eine grundsätzlich erlaubnispflichtige Tätigkeit ist.

Einige Bereiche sind ausgenommen, sofern ein Dritter, der selbst über die erforderlichen Qualifikationen verfügt, die Haftung übernimmt. Dies gilt für die gebundenen Vermittler nach Paragraf 2 Abs. 10 KWG oder Paragraf 34d Abs. 4 Gewerbeordnung (GewO). Grundsätzlich keiner Erlaubnis bedürfen des Weiteren die sogenannten produktakzessorischen Vermittler bestimmter Versicherungen.

Seite 2: Welcher Paragraf für wen gilt

Weiter lesen: 1 2 3 4

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Generali: Alternativen zur Klassik legen zu

Die Generali in Deutschland konnte ihr operatives Ergebnis im Geschäftsjahr 2016 auf 847 Millionen Euro erhöhen, ein Plus von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Gesamtkosten sanken um 117 Millionen Euro auf 1,3 Milliarden Euro.

mehr ...

Immobilien

WIKR: Präzisierungen bei Immobilienkrediten

Die umstrittenen strengen Vorgaben für die Vergabe von Immobilienkrediten werden nachgebessert. Der Bundestag beschloss am Donnerstag Präzisierungen zu der seit einem Jahr geltenden “Wohnimmobilienkreditrichtlinie”.

mehr ...

Investmentfonds

Brexit: Luxemburg beansprucht Sitz der Europäischen Bankenaufsicht

Luxemburg will nach dem Brexit Sitz der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) werden. Nach Ansicht von Premierminister Xavier Bettel hat das Großherzogtum ein Anrecht auf den Umzug der EBA nach Luxemburg.

mehr ...

Berater

“Als ich anfing, war es geradezu exotisch, sich mit Frauen zu beschäftigen”

Heide Härtel-Herrmann ist seit über 30 Jahren als Beraterin tätig. Mit Cash. hat sie über ihren Werdegang, Frauen in der Finanz- und Versicherungsbranche und die Bedürfnisse weiblicher und männlicher Kunden gesprochen.

mehr ...

Sachwertanlagen

S&K-Gründer mit Strafen am unteren Rand auf freiem Fuß

Der Betrugsprozess um das Immobilienunternehmen S&K hat sich in Teilen als undurchführbar erwiesen. Nach einem Deal mit der Justiz kommen die Gründer mit Strafen am unteren Rand davon.

mehr ...

Recht

BGH stärkt prozessualen Rechtsschutz von Versicherungsnehmern

Klagt ein Versicherungsnehmer gegen einen Versicherer mit Sitz im Ausland, gilt die für den Versicherungsnehmer vorteilhafte Regelung des Gerichtsstandes in dessen Bezirk – auch wenn es sich um Ansprüche aus “Altverträgen” handelt, die vor Inkrafttreten des reformierten VVG geschlossen wurden.

mehr ...